Questions & Answers bezüglich des Artikels „Gut und Böse“ in der ZEIT-Beilage „Christ&Welt“

1.Wie kommt die Zeitung in Besitz des Briefes?

Wir wissen es nicht. Der Brief stammt aus dem Jahr 2010. Adressaten des Briefes waren der Vatikan und mehrere deutsche Diözesen.

2. Kannte KIN den Brief?

Der Brief befand sich in den Archiven des Hilfswerkes.

3. In welchem Kontext entstand der Brief?

Weihbischof Manfred Grothe führte im Zeitraum 2009 bis 2011 eine Visitation von „Kirche in Not“ durch. Die Visitation hatte nicht die Person Pater Werenfrieds zum Gegenstand, der zudem im Jahr 2003 verstorben war, sondern allein die organisatorische Modernisierung des Werks. Diese erfolgte im Namen der für das Hilfswerk zuständigen Kongregation für den Klerus. In diesem Zeitraum gab es Bestrebungen einiger Personen, einen Seligsprechungsprozess für Pater van Staaten einzuleiten. Weihbischof Grothe erfuhr in diesem Kontext von den schwerwiegenden Vorwürfen gegen Pater van Straaten. Mit seinem Schreiben wollte er die Initiativen zu einer möglichen Seligsprechung umgehend unterbinden.

4.Was hält KIN von den Vorwürfen?

KIRCHE IN NOT bedauert die schweren geschilderten Vorwürfe zutiefst. Das Werk distanziert sich umfänglich von dem Verhalten, das Pater van Straaten vorgeworfen wird. Das Werk verpflichtet sich einer rückhaltlosen Aufklärung. Aus den gegenwärtig zugänglichen Quellen haben wir die Anschuldigungen geprüft und zu den jeweiligen Punkten im Folgenden Stellung genommen.

5. Pater Werenfried wird der Versuch eines sexuellen Übergriffes vorgeworfen, stimmt das?

Der Vorwurf stellt einen äußerst schwerwiegenden Sachverhalt dar. Es soll sich um einen schweren sexuellen Übergriff handeln, der sich im Jahr 1973 ereignet haben soll. Da Pater van Straaten sieben Jahre zuvor verstorben war, konnte eine Stellungnahme zu der 37 Jahre zurückliegenden vorgeworfenen Tat nicht mehr eingeholt werden. Zuvor waren nach den vorliegenden Unterlagen zu keinem Zeitpunkt Beschuldigungen gegenüber Pater van Straaten in Bezug auf sexuellen Missbrauch bekannt geworden.

6. Wie alt war die Betroffene zum damaligen Zeitpunkt der Vorfälle?

Die Betroffene war zu diesem Zeitpunkt 23 Jahre alt.

7. Woher kannte Pater van Straaten die Betroffene?
Sie arbeitete damals für das Hilfswerk.

8. Wann hat KIN davon erfahren?

Im Jahr 2010 – sieben Jahre nach dem Tod Pater von Straatens – hat das Werk davon erfahren, als die Betroffene erstmals über die Vorfälle berichtete.

9. Wie hat KIN auf den Vorwurf reagiert?
Die Leitung des Hilfswerks nahm den Vorwurf sehr ernst, suchte unmittelbar den Kontakt mit der Betroffenen und hörte sie in einem persönlichen Gespräch an. Ihre Schilderung erschien der Leitung des Werkes glaubhaft. Deshalb erklärte sich das Hilfswerk bereit, der Betroffenen eine finanzielle Entschädigung zu zahlen, um das Bemühen zu untermauern, das Leid der Betroffenen anzuerkennen, und den Versuch zu unternehmen, die Folgen für die Betroffene zu mildern.

10. Welche zivilen und kirchlichen Autoritäten wurden informiert?

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorwurfs hat KIRCHE IN NOT die Kongregation für den Klerus und den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz über die Anschuldigungen unterrichtet. Auch der zuständige Bischof der Heimatdiözese der Betroffenen und der Verantwortliche des Prämonstratenserordens wurden von den Vorwürfen informiert. Die zugleich in Erwägung gezogene Einleitung strafrechtlicher Schritte unterblieb, weil Pater van Straaten bereits im Jahr 2003 verstorben war.

11. Hat KIN der Betroffenen eine Entschädigung bezahlt?

Die Schilderung der Betroffenen erschien der Leitung des Werks glaubhaft.  Weitere Hinweise, Dokumente oder Zeugenaussagen lagen nicht vor. KIN hat der Betroffenen damals eine Entschädigung in Höhe von insgesamt 16.000 EUR gezahlt: 10.000 € als Versuch einer Anerkennung des widerfahrenen Leids und 6.000 € zur Erfüllung von Rentenansprüchen aus dem früheren Arbeitsverhältnis der Betroffenen bei Kirche in Not.

12. KIN hat der Betroffenen Geld bezahlt, ist das nicht eine Anerkennung der Schuld? Möglichen Opfern wird zurecht eine finanzielle Hilfestellung gezahlt, wenn die Tathergänge nach einer Prüfung glaubhaft erscheinen, auch wenn keine weiteren eindeutigen Beweise vorliegen und die Beschuldigten nicht mehr befragt werden können. Die meisten Sexualstraftaten finden ohne Zeugen statt, so dass die Möglichkeiten juristischer Beweise oft fehlen.

13. Gab es nicht schon vorher eine Zahlung an die Familie der Betroffenen?

Nach Lage der Akten im Archiv ist davon auszugehen, dass Pater van Straaten in den Jahren 1996/1997 eine Zahlung an den Vater der Betroffenen leistete. Der Vater der Betroffenen hat 2011 schriftlich bestritten, dass diese Zahlung etwas mit einem sexuellen Übergriff an seiner Tochter zu tun habe. Es habe sich vielmehr um eine Zahlung als Entschädigung für seine unfaire Behandlung durch Pater van Straaten bei seinem Ausscheiden als Mitarbeiter von KIN gehandelt.

14. Warum ist KIN nicht unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorwurfs des sexuellen Übergriffs an die Öffentlichkeit gegangen?
Die Betroffene äußerte den eindeutigen Wunsch, dass der Vorwurf vertraulich behandelt wird. Es gab auch das Interesse, einen Reputationsschaden vom Werk abzuwenden und die Projektarbeit nicht zu beeinträchtigen.

15. Wurde der Vorwurf verschwiegen, um das Ansehen von Pater van Straaten nicht zu beschädigen?

Der Vorwurf wurde sieben Jahre nach dem Tod Pater van Straatens erhoben.

Als Kirche in Not im Herbst 2010 von dem Vorfall Kenntnis erhielt, suchte das Werk unverzüglich den Kontakt mit der betroffenen Familie, um den Vorwurf umgehend aufzuklären. Ein Vertreter des Werks und sodann Bischof Grothe hatten mit großem Respekt auf den Schmerz der Betroffenen reagiert, nachdem sie die Vorgänge glaubhaft geschildert. Der seinerzeit neu bestellte Exekutivpräsident besuchte im Jahr 2011 die Familie, nachdem er von dem Sachverhalt Kenntnis erhalten hatte. Er entschied, dass ein Betrag in Höhe von 16.000 EUR in Anerkennung des Leides der Betroffenen gezahlt wurde. Die Aufarbeitung ist noch nicht abgeschlossen. Im Übrigen sollen bei aller Aufklärung und Transparenz auch die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen gewahrt werden.

16. Sind weitere Vorwürfe von sexuellem Fehlverhalten gegenüber Pater van Straaten bekannt?

Weder aus den vorliegenden Unterlagen noch aus sonstigen Quellen haben sich bisher Hinweise auf weitere Vorwürfe von sexuellem Fehlverhalten durch Pater van Straaten ergeben. KIN veranlasste 2016 umfassende Recherchen im Archiv der Kongregation für den Klerus. Es wurden keine Indizien für den Verdacht weiterer sexueller Straftaten oder sexueller Übergriffe Pater van Straatens gefunden.

17. War Pater Werenfried ein Sympathisant des Faschismus?

In den Schriften seiner gesamten, 55-jährigen Leitung des Werkes (1947-2003) finden sich keine Hinweise auf rechtsextremes oder faschistisches Gedankengut. Im Gegenteil hat Pater van Straaten Diktaturen verurteilt und ist ihnen gegenüber entschieden aufgetreten.

18. Wie steht es um den Vorwurf der Maßlosigkeit in der persönlichen Lebensführung?
Der erhobene Vorwurf von Maßlosigkeiten in der Lebensführung beruht auf Einzelberichten über übermäßigen Genuss von Alkohol oder Essen. Aus den uns vorliegenden Informationen kann der Vorwurf nicht bestätigt werden.

19. Ist es wahr, dass Pater van Straaten Defizite in der Führung des Werkes gezeigt hat? Pater van Straaten gründete das Hilfswerk im Jahr 1947 und leitete es 55 Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 2003. In diesem Zeitraum gab es diverse Konflikte und Auseinandersetzungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Der damalige Führungsstil entsprach sicher nicht dem heutigen Verständnis moderner Personalführung.

Die Einführung neuer Führungs- und Kontrollinstanzen, sowie die Betonung einer wertschätzenden Arbeitskultur waren wichtige Entwicklungen nach Abschluss der Visitation im Jahr 2011.

20. Weshalb wurde 2009 bis 2011 eine päpstliche Visitation bei KIN durchgeführt?

Die Päpstliche Visitation (2009-2011) hatte den Auftrag, die organisatorische Modernisierung der Organisation einzuleiten, um ihrer Mission der Unterstützung leidender und verfolgter Christen auch in Zukunft wirksam nachzugehen.

21. Hatte die Visitation mit der Person von Pater van Straaten zu tun?

Die Visitation war in keiner Weise auf die Person Pater van Straatens ausgerichtet. Dieser war zu Beginn der Visitation bereits sechs Jahre verstorben. Die Visitation hatte ausschließlich die Modernisierung der Organisation zum Ziel.

22. Warum hat Benedikt XVI. KIN im Jahr 2011 als Päpstliche Stiftung neu gegründet?

Ergebnis der Päpstlichen Visitation war eine Neuorganisation und die Restrukturierung der Zusammenarbeit der Nationalbüros und der Zentrale in Königstein. Aus dem ausführlichen Abschlussbericht der Visitation wurden zahlreiche Konsequenzen gezogen, vor allem die juristische Neugründung als päpstliche Stiftung, die Überarbeitung der Statuten, die Einführung neuer Führungs- und Kontrollinstanzen, und seit 2019 die Etablierung von Safeguarding zur Prävention von sexuellem Missbrauch als Priorität der Organisation sowohl nach innen als auch in der Projektförderung.

23. Hat KIN nach Bekanntwerden der Vorwürfe Konsequenzen hinsichtlich der Bedeutung Pater van Straatens innerhalb des Hilfswerkes gezogen?

KIN hat seit 2011 alle Organisationsbereiche überarbeitet. Pater van Straaten hat heute bei der Darstellung der Geschichte des Hilfswerks als Person des Gründers seinen Platz. Im Mittelpunkt der Arbeit steht heute ausschließlich die Situation der Christen in Not weltweit sowie deren Unterstützung durch das Hilfswerk.

24. Bedauert KIN die vorgeworfenen Vorfälle?
KIN bedauert die schweren Vorwürfe zutiefst und distanziert sich von jeglichem Verhalten, wie es Pater van Straaten vorgeworfen wird. Seit 2011 wurden Entscheidungs- und Kontrollstrukturen geschaffen, um Fehlverhalten zu vermeiden und eine kollegiale Arbeitskultur zu pflegen.

25. Wie steht Kirche in Not heute einem möglichen Seligsprechungsprozess von Pater Werenfried van Straaten gegenüber?

„Kirche in Not“ als Päpstliche Stiftung hat einen solchen Prozess nie betrieben und hat auch keinerlei Interesse, ihn künftig anzustoßen.

26. Was tut KIN heute, damit sich ein solches Fehlverhalten nicht mehr wiederholt?

Die Päpstliche Visitation von 2009 bis 2011 hatte den Auftrag, die organisatorische Modernisierung des Hilfswerks einzuleiten. Ergebnis der Päpstlichen Visitation war die Überarbeitung aller Bereiche der Organisation, sowie die juristische Neugründung als päpstliche Stiftung, die Überarbeitung der Statuten, die Einführung neuer Führungs- und Kontrollinstanzen. Insbesondere die seit 2019 erfolgte Etablierung von „Safeguarding-Guidelines“ zur Prävention vor sexuellem Missbrauch als Priorität der Organisation sowohl nach innen als auch in der Projektförderung ist hervorzuheben.

In diesem Rahmen wurden Regelungen und Prozesse entwickelt und eingeführt, um dieses zu gewährleisten:  Safeguarding Guidelines

 

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.