Unsere Mission
Wir unterstützen die Gläubigen überall dort, wo sie verfolgt, unterdrückt oder in Not sind, durch Information, Gebet und Taten
Unsere Richtlinien
Aid to the Church in Need (ACN) arbeitet nach einer Reihe von Leitlinien, die seine Mission zur Unterstützung verfolgter und unterdrückter Christen weltweit bestimmen.
1.
Glaube und christliche Liebe
2.
Gebet
3.
Pastorales Engagement
4.
Einheit
5.
Dienstleistung
6.
Offenheit
7.
Verantwortlichkeit
8.
Vertrauen
Unsere Organisationsstruktur
Unser Ziel ist es, die Mission der Unterstützung verfolgter und unterdrückter Christen weltweit wirksam zu erfüllen
Die Organisationsstruktur:
Kardinal Kurt Koch
Regina Lynch
Ferdinand Habsburg
Guido Gröning
Pater Anton Lässer, CP
Marco Mencaglia
Mark von Riedemann
Aufsichtsrat:
Unter dem Vorsitz von Präsident Kurt Kardinal Koch ist dieser Rat für die Festlegung der grundlegenden Inhalte und Leitlinien der Wohltätigkeitsorganisation verantwortlich.
Verwaltungsrat:
Unter der Leitung des Exekutivpräsidenten gewährleistet dieser Rat im Auftrag des Aufsichtsrats die satzungsmäßige Verwaltung der Wohltätigkeitsorganisation.
Generalrat:
Dieser Rat setzt sich aus den Präsidenten der 24 nationalen Sektionen von ACN zusammen, berät die Stiftung und stimmt über wichtige Entscheidungen des Aufsichtsrats ab.
Internationaler kirchlicher Assistent:
In Zusammenarbeit mit den kirchlichen Assistenten der nationalen Sektionen überwacht er das geistliche Leben der Stiftung.
Generalsekretariat:
Das Sekretariat mit Sitz in Königstein, Deutschland, verwaltet zentral die Finanzierungsaktivitäten sowie die finanziellen, technischen und administrativen Belange der Stiftung. Außerdem unterstützt es die nationalen Sektionen durch die Bereitstellung von Medien- und Fundraisingmaterialien und die Erstellung von Pressemitteilungen, Social-Media-Inhalten und audiovisuellen Produktionen.
Nationale Sektionen:
ACN unterhält 24 nationale Sektionen, die Spender und die Öffentlichkeit über die Situation und die Bedürfnisse leidender Christen informieren. Sie initiieren Gebetskampagnen, werben neue Spender und pflegen die Beziehungen zu den Spendern.

Fakten Und Zahlen
2025 konnten wir weltweit 5.368 Projekte fördern.
Im Jahr 2025 erreichten uns 6.860 Hilfsanträge aus aller Welt. Dank der Großzügigkeit unserer Wohltäter lagen unsere Spendeneinnahmen bei 145,8 Millionen Euro. Wir konnten damit und mit 2 Millionen Euro an Reserven aus Vorjahren Aktivitäten in Höhe von 147,8 Millionen Euro finanzieren.
Wie aus der Grafik ersichtlich, ist der weitaus größte Anteil unserer Ausgaben in missionsbezogene Aufwendungen geflossen, also in konkrete Projektarbeit, Information sowie Gebetsaktivitäten.
Wie immer waren die Anteile der notwendigen Aufwendungen für Verwaltung und Spendenwerbung vergleichsweise niedrig, damit möglichst viele Mittel vor Ort bei den Christen ankommen. Insgesamt unterstützten wir 2025 mit rund 97 Millionen Euro in 141 Ländern 5.368 Projekte. 19,3 Millionen Euro flossen weltweit auch wieder in die Glaubensverkündigung, Informationsarbeit und Anwaltschaft für benachteiligte und verfolgte Christen.
Erbschaften machten 2025 mit 31,3 Millionen Euro bzw. 21,5 Prozent der Einnahmen einen wesentlichen Teil unserer Unterstützung für die Kirche aus. Gemeinsam mit unseren Brüdern und Schwestern in Not danken wir daher nicht nur unseren lebenden Wohltätern, sondern gedenken dankbar auch derer, die uns über den Tod hinaus unterstützen.

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2025
Unsere Schwerpunkte im Berichtsjahr 2025.
Unsere Hilfe für die Ausbildung von Priestern, Ordensleuten (15 Prozent) und Laien (12,1 Prozent), die von jeher zu unseren Prioritäten zählte, hat im Jahr 2025 insgesamt 27,1 Prozent und damit mehr als ein Viertel unserer Gesamthilfe ausgemacht.
Mit 25,1 Prozent beanspruchten Projekte zum Bau, Wiederaufbau oder zur Renovierung von Kirchen und kirchlichen Gebäuden ebenfalls mehr als ein Viertel unserer Fördergelder.
Durch Mess-Stipendien für Priester (17,5 Prozent) und Existenzhilfen für Ordensschwestern (5,9 Prozent) konnten wir auch 2025 wieder zur Sicherung ihres Lebensunterhalts beitragen. In diese Projekte flossen insgesamt 23,4 Prozent unserer Fördergelder.
Darüber hinaus sind wir in akuten Krisen mit Nothilfe-Maßnahmen für die notleidende Bevölkerung aktiv. 2025 machten solche Nothilfen in Gebieten, in denen Christen durch Gewalt und Vertreibung bedroht sind, 10,8 Prozent unserer Gesamthilfe aus.
» Am Anfang unserer Hilfsmaßnahmen steht der enge Dialog mit den Ortskirchen. «
Mit 34,5 Prozent war Afrika auch 2025 wieder die Prioritätsregion unserer Hilfsprojekte. Vor allem in Gebieten, in denen sich islamistischer Terror ausbreitet und Christen Opfer von Verfolgung und Vertreibung werden, haben wir unsere Hilfe verstärkt, beispielsweise in Burkina Faso, Mali und Niger um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zugleich wächst die Kirche in Afrika dynamisch und benötigt Unterstützung, um ihre Mission erfüllen zu können.
19 Prozent unserer Hilfe kamen Asien (inklusive 0,9 Prozent für Ozeanien) zugute, wo Christen in den meisten Ländern eine diskriminierte oder sogar verfolgte Minderheit bilden. Dabei war Indien das Land, das 2025 weltweit die meiste Hilfe von uns erhielt.
Das Fördervolumen für den Nahen Osten, wo sich die Lage massiv verschlechtert hat, betrug 17,1 Prozent unserer Gesamthilfe. Neben Syrien und dem Libanon waren 2025 die notleidenden Christen im Heiligen Land ein Schwerpunkt. Mit Nothilfen und der Stärkung der Seelsorge wollen wir dazu beitragen, das Überleben der christlichen Gemeinden zu sichern und der massiven Abwanderung von Christen entgegenzuwirken.
Auf Lateinamerika entfielen 16,4 Prozent unserer Gesamthilfe, denn Landflucht, Migration, Sekten und kirchenfeindliche Regierungen stellen dort große Herausforderungen für die Kirche dar.
Auch 2025 erreichten uns wieder viele Bitten um Unterstützung aus der Ukraine. Inmitten des Krieges steht die Kirche den Menschen bei, die mehrheitlich schwer traumatisiert sind und Hilfe in den Pfarrgemeinden und Klöstern suchen. 2025 flossen daher 6,9 Prozent unserer Mittel in die Ukraine. Insgesamt lag unsere Hilfe für Europa bei 12,8 Prozent.
Unsere Geschichte
Seit seinen Anfängen ist ACN ein Werk der Nächstenliebe und der Versöhnung im Dienst notleidender Christen.
Unterstützt von unseren Wohltätern werden wir diesem Geist auch in Zukunft treu bleiben, um der Kirche dort zu helfen, wo ihre Gläubigen am meisten durch Verfolgung, Diskriminierung und Armut bedroht sind.
1947
Auf Aufforderung von Papst Pius XII. ruft Pater Werenfried van Straaten in der Prämonstratenser-Abtei im belgischen Tongerlo ACN (damals „Ostpriesterhilfe“) ins Leben. In einer einzigartigen Aktion der Versöhnung werden in Belgien und in den Niederlanden Spenden für heimatvertriebene Deutsche, darunter 3.000 Priester, gesammelt.
1950
Um deutsche Heimatvertriebene pastoral zu betreuen, werden mit der originellen „Kapellenwagenaktion“ 35 Autobusse und LKWs zu „fahrenden Kapellen“ umgebaut.
1952
ACN macht sich für verfolgte Christen hinter dem Eisernen Vorhang stark. Die Projekte reichen von Renovierungshilfen für Kirchen über Hilfen für die Priesterausbildung bis hin zur Förderung von Radiosendungen und des Bücherapostolats.
1956
Nach dem blutig niedergeschlagenen Ungarnaufstand gegen das stalinistische System unterstützt ACN die Ortskirche auf ihrem Weg durch die Krise.


1961
Wir starten unsere Hilfsprojekte für die notleidende Kirche in Asien. Im Zuge dessen findet die erste Begegnung von Pater Werenfried mit Mutter Teresa im „Haus der Sterbenden“ in Kalkutta statt.
1962
Mit Lateinamerika wird unsere Hilfe für verfolgte und bedrohte Katholiken auf den „katholischen Kontinent“ ausgeweitet.
1965
Bittgesuche erreichen uns nun auch von der Kirche in Afrika, die wir fortan mit gleichem Engagement unterstützen wie die Kirchen auf anderen Kontinenten.
1966
ACN wird der Gottesmutter von Fatima geweiht. Im Folgejahr findet eine große internationale Wallfahrt anlässlich des 50. Jubiläums der Erscheinungen statt.


1970
Mit einer Aktion für die Kirche in Haiti starten wir unsere Hilfe in einem der ärmsten Länder der Welt.
1975
ACN verlegt seine internationale Zentrale von Rom nach Königstein/T.
1979
Mit der Kinderbibel starten wir ein Großprojekt zur Unterstützung der weltweiten Evangelisierung. Das Buch wurde bis heute in 191 Sprachen übersetzt und über 51 Millionen Mal gedruckt und verteilt.
1984
ACN wird durch den Heiligen Stuhl als gesamtkirchliche Vereinigung päpstlichen Rechts anerkannt.


1989
Nach der politischen Wende in Osteuropa leistet ACN Hilfe für den Wiederaufbau und die Neuevangelisierung in den Ländern des ehemaligen Ostblocks
1992
Im Auftrag von Papst Johannes Paul II. startet unser Hilfswerk sein Engagement für den Dialog zwischen der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche.
1997
ACN ist seit 50Jahren weltweit für die notleidende Kirche im Einsatz – das Jubiläum wird gebührend gefeiert.
2003
Pater Werenfried van Straaten, der Gründer unseres Hilfswerks, stirbt am 31. Januar im Alter von 90 Jahren in seinem Wohnort Bad Soden im Taunus.

2007
Durch den Nahostkonflikt gerät die Kirche in der Region zunehmend in Bedrängnis, Papst Benedikt XVI. bittet ACN daraufhin, das Engagement für die Christen im Nahen Osten zu verstärken.
2011
ACN erlebt ein ereignisreiches Jahr: Durch Papst Benedikt XVI. wird unser Hilfswerk als Stiftung päpstlichen Rechts neu gegründet und anschließend umstrukturiert. Mit Beginn des Syrienkrieges startet ACN umfangreiche Hilfsaktionen und Solidaritätskampagnen, zum Beispiel „Light a candle for peace“.
2014
ACN leitet eine Nothilfe-Kampagne für die Christen im Irak ein, um ihnen den Verbleib in ihrer Heimat zu ermöglichen. Das Projekt dauert bis heute an, mehr als 5.000 Häuser wurden bereits reno–viert. Darüber hinaus wird ACN alleiniger Gesellschafter der YOUCAT Foundation und damit Herausgeber des YOUCAT. Das Werk ist in der katholischen Jugendar–beit inzwischen weltweit sehr populär und wird in 58Sprachen übersetzt. In Südkorea eröffnet ACN sein erstes Länderbüro in Asien. Bis 2019 folgen die Eröffnungen weiterer Büros in Mexiko, Malta, Kolumbien, der Slowakei und auf den Philippinen.
2017
Zum 70-jährigen Bestehen unseres Hilfswerks lädt ACN weltweit Wohltäter zu einer Pilgerreise zum portugiesi-schen Wallfahrtsort Fátima ein. Im gleichen Jahr übernimmt Aid to the Church in Need die Verantwortung für die jährliche Aktion „Eine Million Kinder beten den Rosenkranz“.

2019
Mit dem Safeguarding-Projekt unterstützt ACN die Kirche bei ihren Präventionsmaßnahmen zum Thema Missbrauch und fördert weltweit Safeguarding-Kurse für Priester und Ordensleute.
2020
Unsere Stiftung unterstützt die Kirche weltweit in ihrem Kampf gegen die Corona-Pandemie und gewährt spezielle Hilfen, um die Folgen der Corona-Krise für die Ortskirchen abzufedern. Darüber hinaus leitet ACN nach der Explosion im Hafen von Beirut eine große Nothilfeaktion für den Libanon ein.
2022
Unmittelbar nach dem Beginn des Krieges in der Ukraine startet unser
Hilfswerk eine großangelegte Hilfsaktion, um die Kirche vor Ort in die Lage zu versetzen, geflüchteten und notleidenden Menschen beizustehen und die Seelsorge fortzusetzen.

2023
Unmittelbar nach Ausbruch des GazaKrieges startet ACN eine Hilfsaktion für christliche Familien im Heiligen Land, insbesondere im Gazastreifen.
2025
Aufgrund der weiteren Eskalation des Krieges im Heiligen Land verstärkt ACN in Zusammenarbeit mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem die Hilfsaktionen. Auch im Libanon, der ebenfalls stark vom Krieg betroffen ist, wird umfangreiche Nothilfe geleistet.
Nach dem Rücktritt von Mauro Kardinal Piacenza (81), der dieses Amt seit 2011 innehatte, ernennt Papst Leo XIV. Kurt Kardinal Koch zum neuen Stiftungspräsidenten.
