Flüchtlinge in Nigeria: Jesus Christus ist meine Rettung, das feiere ich an Weihnachten

Die Opfer von Boko Haram bleiben Vertriebene im eigenen Land und leiden unter Traumata und Ängsten. Die Bedrohung ist noch nicht vorbei, aber die Kirche spendet ihnen Trost und Hoffnung.

„Es sollte nie Nacht sein. Ich wünsche mir, es wäre immer hell. Meine Nächte sind voller Angst, Qualen und Albträume.“ Naomi ist eine junge Nigerianerin, eine Binnenvertriebene..  Wie so viele ihrer Landsleute im Nordosten Nigerias durchlebt Naomi Nacht für Nacht das Drama, dass sie entführt wird, dass Terroristen in ihre Stadt kommen, dass sie gezwungen wird, einen Boko-Haram-Terroristen zu heiraten oder dass einer der extremistischen Aufständischen eines ihrer Familienmitglieder tötet.

„Ich habe Angst, dass es dunkel wird“, gesteht die junge Frau. Sie ist eine von mehr als
30 000 Binnenvertriebenen in Pulka, nah an der Grenze zu Kamerun und 120 Kilometer von Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno, entfernt.

Auch der 33-jährige Familienvater Charles, ebenfalls ein Vertriebener, gibt zu, immer wieder Albträume zu haben: „Ich erlebe ein ums andere Mal die Zeit, als wir uns versteckt hielten. Da die Terroristen nachts angriffen, versteckten wir uns, wenn es dunkel wurde, außerhalb des Dorfes. Ich träume immer noch viele Nächte davon, dass ich untergetaucht bin“, erzählt er dem Hilfswerk ACN.

Naomi und Charles leben nah bei dem auch als „Alpha“ bekannten Flüchtlingslager in Pulka  in provisorischen Zelten. Es handelt sich um eines der zwanzig Flüchtlingslager im Bundesstaat Borno und eines von sechs im Bezirk Gwoza.

Die Angriffe durch Boko-Haram änderten das Leben von Naomi und Charles komplett. Im Bundesstaat Borno ist die Bevölkerung mehrheitlich muslimisch; in Gwoza sind es fast 90 %. Aber Naomi und Charles sind Christen. Die Missionare kamen vor gut 50 Jahren nach Borno, brachten den Glauben und auch die ersten Schulen mit. Sie halfen der weitgehend vernachlässigten Bevölkerung, sich zu entwickeln. Die Extremistengruppe Boko Haram hatte ein klares Ziel: die Auslöschung der Christen und der Schulbildung.

Ohne den Glauben hätten einige nicht so viel Leid ertragen können, erklärt Pater Christopher, ein katholischer Priester im Bistum Maiduguri, der sich um die Flüchtlinge kümmert. „Zunächst wurden sie geängstigt, bedroht und zur Konversion gedrängt. Dann wurden die Extremisten gewalttätiger. Die Priester mussten sich verstecken und in den Bergen schlafen, aber Boko-Haram-Mitglieder verfolgten sie und bedrängten sie weiter. Würden sie sich bekehren, würden sie ihnen nichts antun …, so sagten sie. Die Situation wurde so schwierig, dass viele in den Jahren 2015 und 2016 beschlossen, ihre Sachen zu packen und das Land über die Grenze zu verlassen. Sie suchten Zuflucht in Kamerun. Von denen, die nicht weggingen, wurden einige getötet, andere konnten entkommen“, erzählt der Priester.

Zusammen mit den meisten Einheimischen ließen Naomi und Charles alles stehen und liegen und flohen. „Die Flucht war nicht einfach“, sagt Naomi, die mit ihrer Schwester geflohen ist. „Unsere Füße waren geschwollen, das war zu viel für uns. Meine Schwester wurde von Boko Haram gefangen genommen; sie hatte ein Baby im Arm und wurde deshalb freigelassen. Das Baby war zwar nicht ihres – sie trug es einfach gerade–, aber es hat ihr das Leben gerettet. Viele andere, so auch meine Mutter, wurden getötet.“

Die große Mehrheit der Menschen aus der Gegend um Pulka floh nach Kamerun; allein in Minawao waren es mehr als 60 000 Vertriebene aus Nigeria. Dort blieben sie einige Jahre, bis die nigerianische Armee ihre Dörfer in Gwoza zurückeroberte und sie zur Rückkehr ermutigte.

Doch die Lage bleibt prekär: „Wir waren Flüchtlinge in Kamerun. Wir kamen zurück und sind seit zwei Jahren hier, aber die Lage ist nicht sicher. Wir sind zurück in unserem Land, in unserem Gebiet, in unserem geliebten Pulka, aber wir leben als Vertriebene. Wir sind zwar näher an unserer Heimat als wir es in Kamerun waren, aber wir leben wieder in Gefahr“, so Charles.

„Sie können sich nicht weit von den Vertriebenenlagern entfernen, da außerhalb der Lager die Sicherheit nicht gewährleistet ist. In der Regenzeit ist es noch schwieriger, sich fortzubewegen. Die Menschen gehen hinaus, um ihre Felder zu bestellen, weil sie ihren Lebensunterhalt verdienen müssen, aber es gibt Angriffe mit Toten. Es ist nicht leicht; auch für mich ist es nicht einfach, hierher zu kommen. Das Hin- und Herfahren ist immer noch ein Risiko, aber alles, was ich tun kann, um diesen Menschen zu helfen, ist wichtig für mich“, erklärt Pater Christopher. Pater Christopher kümmert sich um die Vertriebenen, aber er lebt in einem verlassenen Haus, weil Boko Haram 2014 die Kirche und das Pfarrhaus in Pulka zerstört hat.

„Das Leben in Kamerun war so schwierig, dass wir dachten, es würde nie wieder Hoffnung geben. Pater Christopher ist eine Quelle der Inspiration für uns. Wenn es uns schlecht geht, macht er uns Mut; er ist ein echter Vater für uns alle. Er versucht, die Lücke zu füllen, die unsere Eltern hinterlassen haben, denn viele von ihnen wurden getötet. Er kümmert sich um uns, als ob wir seine eigene Familie wären. Gott sorgt für uns und hilft uns dank der vielen Menschen in der Welt, die an uns denken. Wir beten, dass Gott all diesen Wohltätern Kraft gibt, damit sie ihre Arbeit fortsetzen und uns weiterhin unterstützen können“, sagt Naomi.

Weihnachten ist für die katholische Geminde in Pulka eine sehr schwere Zeit. „Vor der Krise war Weihnachten eine Zeit großer Freude, weil unsere Verwandten von weit her kamen, um mit uns zu feiern. Als die Angriffe begannen, war Weihnachten nicht mehr das, was es einmal war. Wir konnten keine Weihnachtslieder in der Gemeinde singen, wir konnten uns nicht gegenseitig besuchen, wir konnten nachts nicht aus dem Haus gehen. Die Situation war so gefährlich, dass wir Weihnachten nicht mehr feiern konnten“, so die junge Frau gegenüber dem Hilfswerk ACN.

Auch Charles, den Gott „mit vier Kindern gesegnet hat“, wie er gerne sagt, stimmt zu, dass „es in unserer Situation schwer ist, Weihnachten zu feiern, da die meisten von uns, die früher in Pulka lebten, alles verloren haben“. Aber er fügt hinzu: „Das Evangelium gibt mir die Kraft, all dieses Leid auszuhalten, all das zu ertragen, was wir jeden Tag sehen. Jesus Christus hat das Leiden, das wir durchleben, vorausgesagt. Leiden ist Teil des Christseins. Unser Leben liegt in seinen Händen. Es erfüllt mich mit Hoffnung, an die Worte Jesu zu denken, dass er uns am Ende unseres Lebens belohnen wird. Jesus Christus ist meine Rettung, das feiere ich an Weihnachten.“

„Es ist schön und schmerzlich zugleich“, sagt Pater Christopher. „Sie sind von zu Hause weg, sie haben geliebte Menschen verloren, aber sie leben die Tugend der Hoffnung und feiern das Leben. Sie verlassen sich auf die Kirche, denn sie erhört ihre Schreie und versucht stets, ihre Tränen zu trocknen. Das Werk der ersten Missionare gibt ihnen das Gefühl, stark im Glauben und der Kirche treu zu sein.“

Naomi muss nicht lange überlegen, was auf ihrem Weihnachtswunschzettel stehen soll: „Das Nötigste hier sind Lebensmittel, Zelte und Kleidung … Jetzt gibt es sogar Cholera-Fälle und keine Möglichkeit der medizinischen Versorgung. Auch Studienhilfe wäre ein Geschenk: Einige von uns haben vor den Angriffen der Extremisten studiert. Wir mussten das Studium abbrechen, weil wir keine Mittel hatten, um weiterzumachen. Aber das gehört zu den Dingen, die uns am meisten helfen würden.“

Auch Pater Christopher weiß, was er sich zu Weihnachten wünscht: „Ich möchte, dass viele Menschen an Weihnachten den Wunsch haben, den Flüchtlingen in Pulka zu helfen, in ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit. Sie wollen Frieden in ihrem Leben, dass der Friede in ihre Häuser zurückehrt. Unser Wunsch ist ganz einfach: Wir wollen ein normales Leben führen und in unser altes Leben zurückkehren.“

ACN bittet um Unterstützung für mehrere Projekte zur Betreuung der Vertriebenen aus Pulka, darunter etwa 14 000 Katholiken. Dazu gehören eine Wasserstelle für die Flüchtlinge, der Wiederaufbau des Pfarrhauses von St. Paul in Pulka, damit Pater Christopher wieder dort wohnen kann, sowie Unterstützung für die Familien von 23 Katecheten, die bei den Flüchtlingen aus Pulka sowohl in Nigeria als auch in Kamerun arbeiten.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.