ACN: „Die katholische Minderheit lebt in Georgien unter schwierigen Bedingungen“

Marco Mencaglia ist seit anderthalb Jahren als Referent unter anderem für die Projekte von Aid to the Church in Need in Georgien verantwortlich. Im Oktober hat die Lage in der Pandemie es doch möglich gemacht, dass er das Land zum ersten Mal besuchen konnte. In einem Interview mit Kira von Bock-Iwaniuk spricht er über die Situation der katholischen Kirche im Land.

Pater Benny Beth Yadegar, Priester der katholischen Kirche des assyrisch-chaldäischen Ritus in der Kirche St. Simon der Gerber in Tiflis, erklärt Marco Mencaglia (ACN International) die chaldäische Geschichte.

ACN: Was war Ihr erster Eindruck von Georgien?

Mencaglia: Aufgrund der Pandemie stand der Besuch von ACN auf der Kippe: Die Ansteckungsrate in Georgien war Anfang September sehr hoch. Nachdem die Zahlen schließlich gesunken sind, konnten wir die Reise antreten, doch leider wurden wichtige kirchliche Veranstaltungen aufgrund von gesundheitlichen Vorsichtsmaßnahmen verschoben.

Georgien ist ein Land mit einer starken und verwurzelten eigenen Identität, die zugleich jedoch offen und gastfreundlich ist. Als historischer Kreuzungspunkt von Völkern und Kulturen zwischen Ost und West scheint Georgien seine internationale Berufung nicht verloren zu haben. Die Religiosität ist sicher Teil dieser Kultur, und die lange sowjetische Ära hat diese nicht auslöschen können. Auf unserer Reise haben wir viele Berichte über den Glauben gehört, der sich im Laufe der Zeit in den ländlichen Gebieten im Verborgenen halten konnte, auch ohne eine offizielle Präsenz der Kirche.

Gemeindemitglieder, die zur Priesterweihe von Pater Beqa Chilingarashvili in der Kirche und dem Kloster St. Benedikt in Rabati, Akhaltsikhe, gekommen waren, das der Muttergottes des Rosenkranzes geweiht ist.

Wie schätzen Sie die derzeitige politische Lage im Land ein? Spürt man noch die Folgen der kriegerischen Auseinandersetzung mit Russland?
Georgien, ein Land mit vier Millionen Einwohnern und einer langen gemeinsamen Grenze zu Russland, hat seit dem Krieg im Jahr 2008 offiziell die diplomatischen Beziehungen mit diesem Land abgebrochen. Es lebt im Spannungsfeld zwischen dem starken wirtschaftlichen und politischen Druck, der von seinem großen Nachbarn ausgeübt wird, und der Orientierung hin zu einer größeren europäischen Integration.

Die Positionen der aktuellen Regierung, die 2012 zum ersten Mal an die Macht gewählt wurde und sich versöhnlicher mit Moskau zeigt, werden von der Opposition scharf kritisiert.

Während unseres Besuchs in Tiflis hat es Spannungen und Proteste wegen der Inhaftierung des Expräsidenten Saakaschwili gegeben, die glücklicherweise friedlich verliefen. Er war pro-westlich orientiert und bei seiner Rückkehr ins Land wurde er wegen Verbrechen während seiner Amtszeit festgenommen und inhaftiert. Bei den bisher zum Glück friedlichen Demonstrationen wurde die Freilassung des Ex-Präsidenten und Neuwahlen gefordert.

Donnerstag, 14. Oktober 2021.
Pater Beqa Chilingarashvili bei der Austeilung der Heiligen Kommunion nach seiner Priesterweihe in der Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz in Rabati, Akhaltsikhe.

Die katholische Kirche macht in Georgien nur etwa 1% der Bevölkerung aus. Wie sehen Sie ihre Überlebenschancen?
Die katholische Kirche lebt in Georgien unter extrem schwierigen Bedingungen. Für viele Gläubige der orthodoxen Kirche, der ein Großteil der Bevölkerung (ca. 85 %) angehört, überlappen sich häufig religiöse Identität und nationale Identität. Die weit verbreitete Vorstellung, dass ein guter Georgier orthodox sein muss, führt bei Katholiken de facto zu Schwierigkeiten beim Leben ihres Glaubens. Die georgische Kirche erkennt im Unterschied zu vielen anderen orthodoxen Kirchen die katholische Taufe und Eheschließung nicht an. So sind konfessionsgemischte Paare dazu gezwungen, sich für eine Konfession zu entscheiden, und die katholischen Ehepartner werden von ihrer neuen Familie stark unter Druck gesetzt, zu konvertieren.

Ein altes georgisch-orthodoxes Kloster aus dem sechsten Jahrhundert in Jvari. Der christlichen Tradition zufolge soll die Apostelin St. Nino – berühmt dafür, dass sie König Miriam III. von Iberien um 334 n. Chr. zum Christentum bekehrte – im 4. Jahrhundert ein großes Holzkreuz auf dem Berg errichtet haben.

Verschiedene katholische Kirchen, die zu Sowjetzeiten von den Orthodoxen genutzt wurden, wurden nie zurückgegeben und es gibt keinen Dialog in dieser Hinsicht.

Die katholische Kirche reagiert auf diese feindselige Haltung, indem sie die Konfrontation vermeidet und versucht, den Dialog und das gegenseitige Verständnis so weit wie möglich zu fördern. Um den Dialog zu fördern, ist es wiederum notwendig, eine lebendige und nicht nur symbolische Präsenz in den Gemeinden aufrecht zu erhalten. Während unserer Reise sind wir Zeugen vom bewundernswerten missionarischen Geist der Ordensleute und Laie̵̵n ‒ georgische und nicht-georgische ‒ geworden, die inmitten vieler Schwierigkeiten, wenig befriedigender Erlebnisse und manchmal dem Gefühl, isoliert zu sein, wirken. Die Priesterweihe eines jungen Georgiers während des Besuchs von ACN war in dieser Hinsicht ein Zeichen der Hoffnung für die kleine Herde der Kirche in Georgien. Der neue Priester, Pfarrer Beqaist der sechste georgische Priester, der nach dem Ende der Sowjetunion geweiht wurde.

Angesichts einer Arbeitslosigkeit von bis zu 60% im Land und der Armut, die Sie auch überall gesehen haben: Kann die katholische Kirche hier eine Antwort geben und eine entscheidende Rolle spielen?

Die katholische Kirche in Georgien stellt nur eine kleine Minderheit dar. Dennoch ist ihre Präsenz bereits seit den ersten Jahren nach dem Zerfall der Sowjetunion sehr bedeutend, vor allem auf sozialer Ebene. Es gibt eine Vielzahl von Projekten, die von Missionaren im Bereich des Gesundheitswesens, der Bildung, der Hilfe für die Bedürftigen durchgeführt werden. Die katholische Kirche hat praktisch bei Null angefangen, in einem schwierigen Umfeld mit wenigen Möglichkeiten und einer begrenzten Zahl von Menschen. Die Früchte von fast 30 Jahren Arbeit in diesem Bereich sind deutlich sichtbar, und wir haben sie während unseres Besuches zu schätzen gelernt: die vielfältigen Aktivitäten der Caritas, die Gesundheitsfürsorge seitens der Kamillianerpatres und -schwestern in Tiflis und Gori, die katholische Universität in Tiflis, das Familienhilfezentrum in Kutaissi und das Zentrum für behinderte Kinder „Talita Kum“ in Achalziche sind einige Beispiele dafür.

Die peruanische Schwester Corina, Oberin der Kamillianer in Gori, kümmert sich um Maria, eine 84-jährige Frau.

Können Sie abschließend schildern, welche Begegnung auf der Reise Sie am nachhaltigsten beeindruckt hat?
Ich könnte mehrere Beispiele für den missionarischen Geist anführen, der die kleinen Kirchen in Georgien und Armenien beseelt, die inmitten so vieler Schwierigkeiten aktiv und lebendig sind, beginnend bei Msgr. Pasotto, zunächst Missionar und jetzt seit mehr als 20 Jahren Bischof für die Kirche des lateinischen Ritus im Kaukasus mit Sitz in Tiflis. Ich möchte eine kleine Gemeinschaft benediktinischer Klausurschwestern erwähnen, die uns im Kloster in Rabati im Süden Georgiens Unterkunft gewährt haben. Aus Italien kommend, ohne jegliche Vorkenntnisse der georgischen Kultur und Sprache, erfüllen sie seit Jahren eine Mission, die mit ständigen Herausforderungen und kleinen täglichen Freuden verbunden ist. Noch mehr als ihre Worte hat uns ihr Vertrauen auf Gott beeindruckt, ihre Entschlossenheit, ihre Sorge für die anderen in einer für sie sicherlich ungewohnten Umgebung. Nicht selten treffen wir auf unseren Reisen auf diese „stillen Zeugen“, die im Verborgenen ihren wertvollen Dienst leisten und, ich wage es zu sagen, grundlegend für das Leben der Kirche sind.

Donnerstag, 14. Oktober 2021.
Bischof Giuseppe Pasotto mit drei Benediktinerinnen des Klosters St. Benedikt in Rabati, Akhaltsikhe, nach der Priesterweihe von Pater Beqa Chilingarashvili.

Und wie kann ACN helfen?
ACN hat sich zum Ziel gesetzt, die katholische Kirche in Georgien weiterhin in den täglichen Bedürfnissen der Mission zu unterstützen, um ihre Präsenz und Aktivität zu gewährleisten. Wir müssen uns bewusst machen, dass diese Mission ohne internationale Hilfe sehr schwierig, wenn nicht gar unmöglich wäre.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.