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Terroristen schlitzen drei Christen die Kehle auf

Msgr. Alberto Vera Aréjula, Bischof von Nacala in Mosambik hat über einen Vorfall berichtet, bei dem extremistischen Terroristen in Militäruniform eine Menschenmenge zusammengetrieben und drei Christen, die sie vorher von der Gruppe getrennt hatten, die Kehle durchgeschnitten haben.

In einem Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk ACN enthüllte der Bischof die Einzelheiten des grausamen Angriffs, der am 7. September, einen Tag nach dem Mord an einer italienischen Ordensschwester in Chipene stattgefunden hat.

Bischof Vera sagte: „Dies wurde uns vom Bruder eines der Opfer berichtet. Er sagte, dass die Terroristen, die in Militäruniformen gekleidet waren, die Bevölkerung versammelt und gesagt hätten, sie seien hier, um sie zu retten. Als alle versammelt gewesen seien, hätten sie begonnen, sie zu fragen, wer Muslim und wer Christ sei. Denjenigen, die sich als Christen zu erkennen gegeben hätten, wären die Hände hinter dem Rücken gefesselt worden, dann hätten sie drei von ihnen die Kehle durchgeschnitten. Einem Christen gelang es zu fliehen. Er ist derjenige, der die Geschichte erzählt hat. In der Nacht vom 6. und am 7. September wurden insgesamt elf Menschen ermordet. Die Terroristen hinterließen eine Spur der Verwüstung und große Angst.“

Monsignore Alberto Vera Aréjula, Bischof von Nacala
Monsignore Alberto Vera Aréjula, Bischof von Nacala

Zuvor, hatten Terroristen am 6. September eine katholische Missionsstation in Chipene angegriffen und Schwester Maria de Coppi erschossen. Sie setzten mehrere Gebäude in Brand, darunter die Kirche, die Schule und das Gesundheitszentrum.

Der Bischof sagte: „Ich kannte sie, sie war wie eine Mutter, sie hat wirklich jedem mit Liebe und Demut geholfen. Und wir werden einen Prozess einleiten, um offiziell festzustellen, ob sie den Märtyrertod starb.“

Er fügte hinzu: „Schwester Maria de Coppi half unterernährten Kindern in einem kleinen Raum, in dem es Milch und Mehl gab, und auch dieser Raum wurde zerstört. Sie war Krankenschwester und arbeitete mit unterernährten Säuglingen und Kindern. Die Terroristen sagen uns ganz klar, dass sie uns dort nicht haben wollen. Wir werden vorerst nicht in die Mission zurückkehren, aber wir werden weiterhin mit den Menschen dort zusammenarbeiten.“

Angriff in Chipene, Mosambik
Verbranntes Auto in Chipene Mission nach Angriff in Chipene

Obwohl viele der Terroristen eine islamistische Absicht verfolgen und Daesh (Islamischer Staat) behauptet hat, in dem Land tätig zu sein, betonte Bischof Vera, dass es sich nicht um einen religiösen Konflikt im engen Sinne handelt. Er sagte: „Diejenigen, die eine fundamentalistische islamistische Absicht verfolgen, sind in der Regel Ausländer. Sie bauen Moscheen und stiften Verwirrung unter den anderen Muslimen. In Nacala gibt es mindestens vier verschiedene Gruppen von Muslimen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Die echten Muslime fühlen sich mit den Christen vereint und leben Seite an Seite mit ihnen.“

Er fügte hinzu: „Die Anführer dieser Bewegung, seien es Dschihadisten, Terroristen oder Kriminelle, profitieren aus dieser Situation aus finanziellen Gründen – sie wollen, dass wir es als einen religiösen Kampf sehen, aber ich stimme dem nicht zu. Ich bin nicht der Einzige, der so denkt.“

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