Pakistan: „Das Leben von Opfern, denen Blasphemie vorgeworfen wird, ist für immer in Gefahr und viele wurden bereits getötet“

Im Jahr 2019 hat die UN-Generalversammlung den 22. August zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer von Gewalt aufgrund von Religion oder Glauben ausgerufen. Laut dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ der internationalen Stiftung Aid to the Church in Need (ACN), der im April 2021 veröffentlicht wurde, hat sich die Situation in den letzten zwei Jahren verschlechtert. Die Stiftung ist sehr besorgt über die anhaltenden religiös motivierten Übergriffe, Gewalttaten und Schikanen in mindestens 26 Ländern der Welt.

Länder mit erheblichen Verstößen gegen die Religionsfreiheit.

An diesem 22. August, dem Tag des Gedenkens an die Opfer religiös motivierter Gewalt, möchte die Stiftung den Opfern von Blasphemievorwürfen in Pakistan eine Stimme geben. In diesem asiatischen Land sind religiöse Minderheiten von drei Seiten Druck ausgesetzt: vonseiten des Staates, vonseiten islamistisch-extremistischer Gruppen und durch eine allgemein verbreitete Stimmung ethnisch-religiöser Vorherrschaft in der Bevölkerung. Pater Emmanuel Yousaf, Projektpartner von Aid to the Church in Need und Direktor der Katholischen Kommission for Gerechtigkeit und Frieden (CCJP), erläutert die Situation der Opfer und die Bedeutung internationaler Maßnahmen, wie die Resolution der Europäischen Union zu den Blasphemiegesetzen in Pakistan Ende April 2021. Interview von Maria Lozano, Leiterin der Presseabteilung von ACN International.

Pater Emmanuel Yousaf, Direktor der Katholischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden.

ACN: Wie viele Blasphemie-Anklagen haben Sie als offene Fälle, die von der Catholic Commission for Justice and Peace (CCJP) verteidigt werden müssen?

Pater Emmanuel Yousaf: Die CCJP bearbeitet derzeit zwölf Fälle von Personen, die wegen Blasphemie angeklagt sind: Neun aus dem Punjab und drei aus dem Sindh. Von diesen Angeklagten sind elf Christen und einer ist ein Hindu.

Diese Fälle sind nicht nur ein schreckliches Drama für die Opfer, sondern für deren gesamte Familie. Könnten Sie die Folgen solcher falschen Anschuldigungen erläutern? Ich glaube, im Westen können wir uns das nicht vorstellen …

Wenn eine Person zu Unrecht angeklagt wird, beschränkt sich das nicht nur auf das Opfer selbst oder seine Familie, sondern der ganze Ort und die Nachbarschaft sind betroffen. Sogar ihre Häuser und Kirchen werden angegriffen und niedergebrannt. So wurde beispielsweise bei dem Vorfall in Shanti Nagar, einem christlichen Dorf in Khanewal, das gesamte Dorf angegriffen, weil eine Person, Baba Raji, fälschlich beschuldigt wurde. Weiterhin wurden in Gojra, einer Stadt in der Nähe von Faisalabad, sieben Menschen bei lebendigem Leib verbrannt, und Joseph Colony, ein Dorf am Stadtrand von Lahore, wurde von einem großen Mob angegriffen, der über 150 Häuser in Brand steckte, darunter auch das von Sawan Masih, einem zu Unrecht beschuldigten Hilfsarbeiter. Es gibt noch viele weitere Fälle wie die oben genannten; wir haben es gesehen. Bei solchen Fällen ist zu beobachten, dass ein fälschlich beschuldigtes Opfer selbst nach einem Freispruch nicht in seine Wohngegend, noch nicht einmal in seine Heimatstadt zurückkehren kann. Das Leben dieser Opfer ist für immer in Gefahr, viele wurden getötet.

Sawan Masih wurde 2013 in Lahore unter dem Vorwurf der Blasphemie verhaftet. Er saß sieben Jahre lang in der Todeszelle, bevor er 2020 freigesprochen wurde.

Ende April hat das Europäische Parlament eine Resolution zu den Blasphemiegesetzen in Pakistan verabschiedet. Wie wichtig ist diese Resolution für die religiösen Minderheiten im Land? Ist sie auch für die Christen wichtig?

Diese Resolution ist an sich schon bedeutsam und sehr wichtig für die Rechte religiöser Minderheiten in Pakistan, insbesondere für die der christlichen Gemeinschaft. Wie die Daten zeigen, betreffen  Anklagen wegen Blasphemie  in 52 Prozent der Fälle religiöse Minderheiten, und in 14,5 Prozent der Fälle, betreffen speziell Christen,. Die christliche Gemeinschaft macht jedoch weniger als 2% Prozent der Bevölkerung aus. Daher ist diese Zahl im Verhältnis gesehen sehr hoch.

Die Resolution ist auch aufgrund anderer Klauseln [5, 6, 7, 14, 16 und 18] relevant, die in der Erklärung erwähnt werden, da diese unmittelbar mit der Religionsfreiheit und dem Justiz- und Rechtssystem pakistanischer Provinzen zusammenhängen.

In der Resolution wird festgestellt, dass die Zahl der Blasphemievorwürfe im letzten Jahr in Pakistan sowohl online als auch offline alarmierend zugenommen hat. Deckt sich das mit Ihren Erfahrungen als Direktor der Catholic Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, (CCJP)?

Ja, auf der Grundlage unserer Erfahrung mit aufgezeichneten Daten über Blasphemie-Fälle seit 1987 haben wir in den letzten Jahren einen alarmierenden Anstieg von Blasphemievorwürfen beobachtet, insbesondere infolge der zunehmenden Nutzung von Social-Media-Foren wie Facebook, Twitter und WhatsApp.

Shafique Masih lebt seit fast zwei Jahrzehnten untergetaucht, obwohl er 2001 in einem Blasphemieverfahren freigesprochen wurde.

Was sind, Ihrer Meinung nach, die Ursachen für diesen Anstieg?

Während der Pandemie haben wir einen Anstieg dieser Fälle erlebt – Ankläger machen es sich zunutze, dass durch die Pandemie die Feststellung von Sachverhalten und gerichtliche Ermittlungen schwieriger geworden sind und zudem Gerichtsverhandlungen verschoben werden. Eine weitere beunruhigende Tatsache: In der Vergangenheit traten die meisten Fälle in ländlichen Gebieten auf – jemand beschuldigte eine andere Person der Blasphemie, um eine persönliche Rechnung zu begleichen oder sich Land oder Eigentum anzueignen –; jetzt hingegen ist eine Zunahme in städtischen Gebieten zu verzeichnen, wo Fälle registriert werden, die sich gegen gebildete Teile der Gesellschaft, wie Studierende, Krankenschwestern, Ärzte und viele andere Berufsgruppen richten. Das ist besorgniserregend, denn es deutet darauf hin, dass die religiöse Radikalisierung auf dem Vormarsch ist und dass die Mehrheit deswegen andere noch entschlossener zwingen will, zu konvertieren oder sich ihrer Ideologie anzuschließen – und wenn diese sich weigern, werden sie fälschlich der Blasphemie beschuldigt.

Asia Bibi verbrachte zehn Jahre im Todestrakt, nachdem sie wegen Blasphemie verurteilt worden war.

Der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, Zahid Chaudhri, erklärte als Reaktion auf die EU-Resolution zu den pakistanischen Minderheiten: „Der Diskurs im Europäischen Parlament spiegelt einen Mangel an Verständnis im Kontext der Blasphemiegesetze und der damit verbundenen religiösen Empfindlichkeiten in Pakistan – und in der weiteren muslimischen Welt – wider.“ Was ist Ihre Meinung? Worauf bezieht sich die Formulierung „im Kontext der Blasphemiegesetze“?

In Pakistan, einem Land mit einer Mehrheit von 96,47 Prozent Muslimen, herrscht die Auffassung vor, diese Gesetze seien nicht von Menschen gemacht, sondern göttlich; daher dürften sie nicht geändert werden und selbst eine Aufhebung dieser Gesetze komme nicht in Betracht.

Zahid Chaudhri, der Sprecher des pakistanischen Außenministeriums, hat bis zu einem gewissen Grad Recht, denn in den letzten zehn Jahren hat sich die Gesellschaft insgesamt religiös radikalisiert, sodass es fast unmöglich geworden ist, die Aufhebung des Gesetzes zu verlangen. Dies hat zu einer Verfestigung des Denkens und der Ideologie geführt. Deshalb hat die CCJP als Organisation darauf hingewirkt und die Regierung immer wieder aufgefordert, den Missbrauch dieses Gesetzes zu unterbinden, und hat auch Empfehlungen ausgesprochen. Überdies fordert die CCJP nicht die Aufhebung der Gesetze, sondern verfahrenstechnische Änderungen. In seiner Erklärung spricht Herr Chaudhri vom Kontext des Glaubens der Mehrheitsgesellschaft, dem Glauben an das Heilige Buch, an die Einheit Allahs und daran, dass der Islam die allen anderen überlegene Religion sei. Im Lauf der Jahre haben die Dienststellen und die soziale Struktur aufgrund eines einseitig parteiischen Bildungssystems und Lehrplans den Gedanken und die Ideologie gestärkt, dass es in diesem Land nur Platz für den Islam gibt.

Sie setzen sich sehr für die Rechte der Minderheiten ein. Nach der Verfassung genießen diese denselben Schutz wie die Muslime, aber wie sind Ihre Erfahrungen in der Praxis? Bieten die Gerichts- und Verwaltungsverfahren den Minderheiten die gleichen Chancen und Möglichkeiten?

Ja, die CCJP-Kommission setzt sich seit 1987 für die Verteidigung der Rechte von Minderheiten ein. Wir erheben unsere Stimme, damit der pakistanische Staat die Artikel 9, 20, 25 und 36 der pakistanischen Verfassung einhält. In Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist vom Anspruch auf Schutz, Religionsfreiheit und gleiche Rechte für religiöse Minderheiten die Rede. Obwohl der Staat sagt, dass wir uns an internationales Recht halten, werden den Minderheiten meiner persönlichen Erfahrung nach ihre gesetzlich garantierten Rechte vorenthalten.

In Pakistan werden die Rechte religiöser Minderheiten nicht geschützt und dieser Widerspruch bleibt bestehen. So heißt es beispielsweise in Artikel 41 der Verfassung, der Präsident müsse ein muslimischer Staatsbürger Pakistans sein. Obwohl dies nur eins der höchsten Ämter im Lande betrifft, ist sein Einfluss in allen prestigeträchtigen und strategischen Positionen in jedem Ressort sichtbar. Infolgedessen werden nur selten Angehörige einer Minderheit in solche Machtpositionen berufen, sei es in der Justiz, in den Streitkräften oder – bis zu einem gewissen Grad – in der pakistanischen Verwaltung.

Ein vom Nationalen Friedenskomitee für interreligiöse Harmonie in Karachi organisierter Protest gegen die Entführung und Zwangskonvertierung eines christlichen Mädchens im Jahr 2020.

Die Resolution ist wichtig, doch sie ist nur ein erster Schritt, da sie nur eine Empfehlung an die EU-Mitgliedstaaten ist. Was erwarten Sie von der internationalen Gemeinschaft und der EU?

Ja, die Resolution ist wichtig. Wir möchten die internationale Gemeinschaft bitten, auf die Regierung einzuwirken und Druck auf sie auszuüben, damit sie den Schutz der religiösen Minderheiten gewährleistet. Außerdem bitten wir die internationale Gemeinschaft dringend, Pakistan darin zu unterstützen, Toleranz durch Bildung zu fördern, ebenso wie Kapazitätsaufbau durch die Schulung von Justiz und Polizei und weiterhin Reformen für stabile wirtschaftliche Verhältnisse, da in einer ökonomisch gestärkten Gesellschaft, in der alle gleich behandelt werden, solche Probleme in geringerem Ausmaß auftreten.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.