Mit Kreativität und Gottvertrauen gegen die Krise

ACN unterstützt kirchliche Arbeit in der Corona-Pandemie

Corona ist nicht nur ein medizinisches, gesellschaftliches oder wirtschaftliches Problem, sondern auch ein pastorales. Das weltweite päpstliche Hilfswerk Aid to the Church in Need hat seit Ausbruch der Pandemie zahlreiche Solidaritätsbekundungen von Projektpartnern überall auf der Welt erhalten, aber auch von den steigenden Nöten und dem heroischen Einsatz von Priestern und Ordensleuten im Kampf gegen Corona erfahren. Als Antwort darauf hat das Hilfswerk ein Sonderprogramm auf den Weg gebracht, um diesen Einsatz zu stärken. Tobias Lehner hat mit Regina Lynch, Projektdirektorin von ACN, über die aktuellen Hilfen und den Einsatz der Kirche in der Corona-Krise gesprochen.

Welche Nöte berichten die Projektpartner von ACN in der Corona-Krise am meisten?

Von unseren Projektpartnern in Afrika, Asien, Lateinamerika sowie Zentral- und Osteuropa erhalten wir nicht so viele Nachrichten in Bezug auf medizinischen Bedarf, sondern eher über die Auswirkungen der Einschränkungen auf das tägliche Leben der Kirche. Die Regierungen der meisten Länder, in den ACN die lokale Kirche unterstützt, haben die gleichen Einschränkungen wie hier in den Geberländern angeordnet. Das bedeutet das Verbot öffentlicher Versammlungen, auch Gottesdienste, die Schließung der Schulen, und dass zunehmend mehr Menschen Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. In vielen dieser Länder sind die Christen in der Minderheit – manchmal werden sie auch verfolgt – und gehören zu den unteren sozialen Schichten. Am härtesten trifft es die Kirche, dass es weder öffentliche Gottesdienste noch die Möglichkeit gibt, in den Pfarreien die üblichen seelsorgerischen und sozialen Programme durchzuführen. In vielen unserer Partnerländer sicherte die Kollekte während des Sonntagsgottesdienstes das Überleben der Gemeinde. Das während der Kollekte gesammelte Geld – oftmals ersetzt durch Naturalien wie Hühner, Gemüse, Reis usw. – gewährleistet, dass der Priester etwas zu essen hat, die in der Pfarrei arbeitenden Ordensschwestern bezahlen und Kraftstoff für sein Motorrad kaufen kann, um die Kranken zu besuchen oder dass er ein wenig Geld übrig hat, um den ärmsten Gemeindemitgliedern zu helfen.

Regina Lynch, Projektdirektorin von ACN.
Regina Lynch, Projektdirektorin von ACN.

Wo sind die aktuellen Schwerpunkte der Hilfe von ACN angesichts der Pandemie?

Als pastorales Hilfswerk will ACN die lokale Kirche darin unterstützen, ihre Hauptaufgabe zu erfüllen, den Menschen Gottes Liebe und Gottes Wort zu bringen und sicherzustellen, dass sie nicht an der Erfüllung dieser Aufgabe durch einen Mangel an finanziellen Mitteln gehindert wird. Das bedeutet, dass wir Mittel zum Lebensunterhalt für die Priester und der Ordensschwestern in den aktiven und kontemplativen Gemeinschaften zur Verfügung stellen. Wir unterstützen auch weiterhin die Priesterseminare, da in vielen Fällen auch die Seminaristen der Ausgangs- und Kontaktsperre unterliegen und ihr Rektor keine Ressourcen hat, sie zu unterhalten. Der Rektor des Priesterseminars in Goma in der Demokratischen Republik Kongo sandte uns beispielsweise einen Hilferuf, dass er sich nicht länger auf die lokale Bevölkerung verlassen könne, um Lebensmittel für die Seminaristen zu bekommen. Wir stellten,  zum Beispiel in Chile oder in der Ukraine, Geldmittel zur Verfügung für Masken und Schutzkleidung für Priester, Schwestern und Seminaristen, die weiterhin ihre Gemeindemitglieder besuchen, insbesondere die Kranken und Sterbenden. Und damit die heilige Messe und die Botschaft des Evangeliums über Fernsehen oder Radio zu den Gläubigen nach Hause gebracht werden können, haben wir die dafür notwendige technische Ausrüstung finanziert. Zur Unterstützung der Christen in Syrien, die nach neun Jahren Krieg ohnehin um ihr Überleben kämpfen, starten wir einen spezielles Nothilfeprogramm, das es jeder Familie ermöglicht, Lebensmittel und Schutzausrüstungen zu kaufen. In Pakistan, einem anderen Land, in dem die Christen mit Diskriminierung und manchmal Verfolgung aufgrund ihres Glaubens zu kämpfen haben, arbeiten wir an einem Nothilfeprogramm. Denn wir hören von dort, dass die Christen keine staatliche Hilfe bekommen.

ACN hat ein Hilfsprogramm aufgelegt, damit Priester und Ordensleute die Folgen der Corona-Krise schultern können. Welche Hilfen wurden bislang geleistet und was sind die nächsten Schritte?

Dank der Großzügigkeit unserer Spender hatten wir die Möglichkeit, seit März  über 385.000 Messstipendien im Wert von über 3,1 Millionen Euro an mehr als 10.500 Priester zu weiterzugeben. Mehr als die Hälfte davon kam der Kirche in Afrika zugute. Auf diesem Kontinent wächst die Kirche zwar weiterhin und die Priesterberufungen nehmen zu, doch sie steht dort auch vor der Herausforderung einer zunehmend aggressiveren Form des Islam, weiteren Konflikten und Naturkatastrophen. Bisher haben wir eine Zusage über rund 800.000 Euro Existenzhilfe für Ordensschwestern in allen Teilen der Welt gemacht, und wir erhalten laufend neue Anfragen. Schon immer stand diese Art Unterstützung stark im Fokus unserer Hilfe für Zentral- und Osteuropa und insbesondere für Lateinamerika. Dort erteilen die Ordensschwestern nicht nur Katechismusunterricht oder bereiten die Gläubigen in entlegenen Gegenden auf die Sakramente vor. Sie kümmern sich auch um Waisenkinder, allein gelassene alte Menschen oder um Mädchen, die zur Prostitution gezwungen wurden. Eine der Folgen der Covid-19-Krise ist, dass uns nun zum ersten Mal Diözesen um Hilfe bitten, die bisher ohne unsere Unterstützung auskamen. Ein Beispiel dafür ist die Diözese Kamyanets-Podilsk in der Ukraine, in der normalerweise die Schwestern von den Pfarrgemeinden bezahlt werden. Weil die Sonntagsgottesdienste und damit die Kollekten ausfallen und die Gläubigen zunehmen verarmen, kann der Bischof die Schwestern nicht mehr mit Überlebensnotwendigen unterstützen.

Wie sieht es mit der Hilfe in Asien aus, dem Ausgangspunkt der Corona-Pandemie?

Der Erzbischof von Chittagong in Bangladesch sandte uns einen dringenden Hilferuf zur Unterstützung der Ordensschwestern, die in seinem Erzbistum arbeiten. Da die Schulen, Herbergen und Krankenstationen geschlossen sind, können die Schwestern ihren Lebensunterhalt nicht verdien. Bereits vor der Krise reichte der kleine Betrag, den die Gläubigen zum Unterhalt der Schwestern beisteuern konnten, nicht aus, doch nun ist die Situation dramatisch. In Mymensingh, ebenfalls in Bangladesch, haben die Schwestern vom Heiligen Kreuz zusammen mit dem Bischof das gesamte verfügbare Geld dazu eingesetzt, den leidenden Menschen zu helfen. Doch die Schwestern selbst müssen auch überleben und da kann ACN helfend eingreifen. Wie viele Ordensschwestern in den Entwicklungsländern unterrichten die Schwestern vom Heiligen Kreuz in normalen Zeiten das Evangelium und bringen den Menschen auch die notwendigen Fähigkeiten bei, um aus ihrer Armut herauszukommen.

ACN widmet sich ja von Anfang an nicht nur den aktiven, sondern auch den kontemplativen Ordensgemeinschaften. Wie sieht deren Lage aus?

Genau. Wir sollten die Schwestern der kontemplativen Orden ebenfalls nicht vergessen. Sie haben sich voller Begeisterung an unserer zu Beginn der Coronavirus-Pandemie gestarteten Gebetskampagne beteiligt. Für ihr Überleben sind sie von ihren eigenen Initiativen, die ihnen ein kleines Einkommen ermöglichen. Die Karmeliten in Santa Cruz/Bolivien zum Beispiel haben schon in besseren Zeiten Schwierigkeiten, mit dem Backen von Hostien für die heilige Messe zu überleben. Aufgrund der Einschränkungen gibt es keine Nachfrage nach Hostien, sodass die Erzdiözese von Santa Cruz ACN bat, den Schwestern zu helfen.

Wir beabsichtigen, diese Projekte fortzuführen, um die Priester und Schwestern in den nächsten Monaten zu unterstützen. Denn selbst wenn in einigen Ländern die öffentlichen Gottesdienste langsam wieder stattfinden dürfen, wird sich die wirtschaftliche Situation weiterhin verschlechtern und unsere Hilfe wird mehr denn je benötigt. In anderen Ländern wütet die Pandemie immer noch.

Welches Projekt hat Sie besonders beeindruckt, wie Priester und Ordensleute sich der Bekämpfung der Corona-Pandemie stellen?

Da gibt es zum Beispiel die Priester in der Diözese Dolisie, in der Republik Kongo, die ihre von uns erhaltenen Messstipendien mit ihren armen Gemeindemitgliedern teilen. Ich bin ebenso beeindruckt von der Hingabe so vieler Ordensschwestern, die ihre Arbeit trotz des Risikos fortsetzen, das sie dabei selbst eingehen. Ein Beispiel dafür sind die Schwestern der Kongregation „Hermanas Sociales“ in Kuba. Unter Beachtung der angeordneten Einschränkungen finden sie trotzdem Möglichkeiten, ihre seelsorgerische Arbeit fortzuführen und sich weiterhin um betagte Menschen zu kümmern oder  sich für Obdachlose einzusetzen. Da sind außerdem die Studenten des Priesterseminars St. Peter und St. Paul in Burkina Faso, deren Familien wegen der Terroranschläge zu Binnenvertriebenen wurden. Nun haben sie einen ihrer Professoren verloren, der an den Folgen der Viruserkrankung starb, und vier ihrer Kommilitonen sind erkrankt. Wir haben ihnen und ihren Familien geholfen und unterstützen nun ein Programm, um die anderen Seminaristen vor dem Coronavirus zu schützen. Besonders beeindruckend ist auch, wie viel Kreativität die Kirche in der Krise zeigt. Bereits zu Beginn der Pandemie erkannte Bischof Dode Gjergji im Kosovo, dass er trotz des Verbotes öffentlicher Gottesdienste versuchen musste, seine Gläubigen zu erreichen. Er bat uns, die Ausrüstung für die Übertragung der Sonntagsmesse aus der Mutter-Teresa- Kathedrale in Priština zu finanzieren. Wir haben ihn gerne unterstützt und erst kürzlich berichtete er uns, dass sich während der Onlineübertragung einer Heiligen Messe in albanischer Sprache über 50.000 Menschen eingeloggt hatten. Hier sollten wir die Möglichkeiten der Medien nicht unterschätzen. In Afrika, wo wir verschiedene Initiativen von Radio Maria unterstützen, ermutigt die Kirche die katholischen Familien in diesen Zeiten der Coronavirus Virus-Pandemie zur Hauskirche zu werden und noch intensiver gemeinsam zu beten.

ACN ist ein pastorales Hilfswerk; der Bedarf in der Corona-Krise beruht in der öffentlichen Beobachtung auf humanitärem und medizinischem Gebiet. Wie gehen beide Zielsetzungen zusammen?

Während eine medizinische, und in zahlreichen Ländern auch humanitäre Reaktion auf die Coronaviruskrise absolut notwendig ist, sind hierfür in erster Linie die örtlichen Zivilbehörden verantwortlich. Wir wissen, dass dies in vielen Ländern, in denen ACN hilft, nicht der Fall ist, und dass stattdessen Nichtregierungsorganisationen und die Kirche diese Aufgaben übernehmen. Während auch der Dienst der Nächstenliebe oder der Diakonie zu den kirchlichen Diensten zählt, so geht ihm doch die Seelsorge voraus. In diesen Krisenzeiten brauchen die Menschen die Kirche mehr denn je. Sie haben Angst und wissen nicht, was die Zukunft bringen wird. Die Kirche tröstet sie und bringt ihnen sowohl geistige als auch materielle Hilfe, die nicht nur ihrer eigenen Gemeinde zugutekommt, sondern dem ganzen Volk Gottes. Wir haben gerade Existenzhilfen für vier betagte und kranke Dominikanerinnen im serbischen Subotica auf den Weg gebracht. Ihre Oberin schreibt uns: „Die Menschen in Subotica sind für die Anwesenheit der Schwestern dankbar, weil sie ein Zeichen von Gottes Liebe für die Menschen sind, ein Zeichen des ewigen Lebens.“

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.