Argentinien: Ein Polizist muss sein Leben gut in Ordnung halten; er kann jeden Tag im Dienst sterben

In jüngster Zeit hat die viele Länder heimsuchende, schwere wirtschaftliche und gesellschaftliche Krise sowie die soziale Ungleichheit, unter der die Länder leiden, zu einer dramatischen Fragmentierung der Gesellschaft geführt. All dies hat direkte Auswirkungen auf die Arbeit der Ordnungskräfte, die in mehreren Ländern auch für ihr Handeln heftig kritisiert wurden.

María Lozano, Journalistin bei Aid to the Church in Need International, hat Pater Nicolás Daniel Julián, den leitenden Polizeiseelsorger der Provinz Córdoba in Argentinien, der im Zusammenhang mit den großen Herausforderungen des Berufs ein wegweisendes Betreuungskonzept für Ordnungskräfte entwickelt hat, dazu interviewt.

ACN: Warum eine Polizeiseelsorge? Warum benötigt dieser Teil der Bürger eine besondere Seelsorge?

Es geht um die qualifizierte Betreuung des Polizisten und seines familiären Umfelds in den konkreten Situationen, die sich in seinem Leben ergeben. Meine Aufgabe besitzt eine seelsorgliche, sakramentale, missionarische und bildende Dimension, zum Wohl der uns anvertrauten Gläubigen. Es handelt sich dabei nicht lediglich um eine religiöse Dienstleistung. Der Staat stattet einen Polizisten mit ganz besonderen Eigenschaften aus, die ihn von anderen Bürgern unterscheiden: Autorität und Waffengewalt. Der Polizist hat die Entscheidungsgewalt über das Leben und die Freiheit der anderen. Deshalb möchte sich die Kirche besonders um seine Betreuung, Begleitung und Unterstützung kümmern. Im Allgemeinen werden die Polizisten durch ihre Pfarrei, die tägliche Seelsorge der Kirche begleitet. Im Besonderen hingegen möchte sie die Polizeiseelsorge begleiten. Daher lautet unser Motto in Cordoba: „Im Besonderen begleiten.“ .

Die Gesellschaft überträgt den Ordnungskräften durch die Regierung eine solch besondere und wichtige Aufgabe. Was ist die größte Herausforderung für sie?

Wenn das Alarmsignal ertönt, muss der Polizist hinaus. Oft weiß er nicht, wohin. Vielleicht muss er zu einem Ort, an dem die Katze einer älteren Frau entlaufen ist und auf einem Baum sitzt. Oder er muss zu einem Haus, in dem ein Familienvater seine Frau getötet hat, seine Kinder als Geiseln hält und in der Verzweiflung schließlich Selbstmord begeht. Das ist das Leben eines Polizisten. Vielleicht gehen zwei Polizisten dorthin, und nur einer kommt lebend zurück. Das Leben eines Polizisten ist sehr, sehr angespannt.

Deshalb messen wir der Ausbildung besondere Bedeutung bei. Wir haben festgestellt, dass ein Polizist, der über eine gute Ausbildung verfügt, immer weiß, was er zu tun hat. Wir tragen aus der katholischen Soziallehre und der Ethik heraus dazu bei, warum und wie er es tun soll. Ich meine, dass nirgends auf der Welt der Polizist vergessen darf, dass der Täter ein Mensch ist, dass auch dieser Täter eine Seele hat, die es zu retten gilt.

Die Ordnungskräfte werden häufig kritisiert. Ist es aber nicht auch wichtig, die Würde des Polizisten um der ihm übertragenen Aufgabe willen zu betonen?
In Argentinien sagen wir – mit einem vielleicht vulgären Ausdruck – dass er die „Drecksarbeit“ machen muss. Er muss die Gesellschaft von dem säubern, was nicht in Ordnung ist. Er hat die Ordnung zu bewahren und wiederherzustellen, wenn sie zusammengebrochen ist. Es ist eine undankbare Aufgabe. Dort, wo es zu einer Gefahrensituation kommt, läuft die Gesellschaft davon. Der Polizist stellt sich ihr entgegen. Dafür muss er nicht nur ausgebildet und kompetent sein, sondern er muss innerlich ausgerüstet sein und ganz feste Grundsätze haben.

Es handelt sich um einen gefährlichen Beruf, in dem jeden Tag irgendetwas passieren kann. Wie bereiten die Polizisten sich darauf vor?
Wir sagen ihnen, dass sie ihr Leben gut in Ordnung halten sollen. Sie sollten sich von ihren Familien verabschiedet haben, ohne etwas Unerledigtes zurückzulassen. Viele Polizeibeamte sterben in Ausübung ihrer Pflicht. Wenn Sie Ihre Arbeit nicht richtig machen, kommt dabei ein schlechter Artikel heraus. Ich weiß nicht, ob Sie deshalb Ihren Job verlieren würden, vielleicht ja. Wenn ein Bäcker seine Arbeit nicht richtig macht, hat die Familie an diesem Tag kein Brot. Wenn aber ein Polizist seinen Job schlecht macht, kann jemand sterben, jemand kann seine Freiheit oder sein Eigentum verlieren. Die Arbeit, das – mit Verlaub – Rohmaterial der Arbeit eines Polizisten ist das Leben und die Freiheit. Er ist ein Diener des Lebens.

Das ist eine schreckliche psychische Belastung. Ein Polizist wartet eigentlich den ganzen Tag darauf, dass etwas passiert. Dabei hofft er, dass nichts passiert, und das jeden Tag. Das Leben eines jeden Menschen besteht teilweise aus Routinen. Das Leben eines Polizisten kann jedoch keine Routine sein, denn es geht um Leben und Freiheit. Ich stelle mir vor, dass diese psychische Belastung zu einer geistlichen Last werden kann, weil der Polizist hohe Werte zu verteidigen hat. Wie begegnen Sie dieser Not? Wie entlasten Sie die Polizisten?
Ein Großteil der Ausbildung eines Polizeibeamten ist sich auf das Bekämpfen von Verbrechen ausgerichtet. In der Gesellschaft gibt es, Gott sei Dank, aber mehr gute als böse Menschen. Unser Vorschlag: Bei voller Berücksichtigung all dessen, was ein Verbrechen ist, was Gesetzesbücher, Gesetze und Vorschriften über Verbrechen aussagen, sollte der Schwerpunkt ihrer Arbeit auf der Dienstleistung liegen. Das ist ein sehr positiver Schwerpunkt, weil er zum Leben beiträgt. Wir begleiten die Polizisten in ihrer Ausbildung im Zusammenhang mit Berufsethik und -moral. Unter anderem haben wir ein Gebet für den Polizisten geschrieben, in dem es heißt: „Herr, möge ich zu den härtesten Arbeiten fähig sein, ohne mich zu verhärten; zu den edelsten Diensten, ohne mich zu rühmen.“ Dies ist von grundlegender Bedeutung.

Sie haben einige Gefahren genannt, die Ordnungskräfte im Allgemeinen und die Polizei im Besonderen laufen können. Eine davon ist der Dünkel, der Machtmissbrauch. Wie vermitteln Sie diese Berufung zum Dienen und nicht zum Missbrauch von Macht?
Wir sprechen von „dienen“, niemals von „sich bedienen“. Es geht schließlich um das, was Christus gesagt hat: Niemand hat eine größere Liebe als derjenige, der fähig ist – und der Polizist ist dazu fähig –, sein Leben für die Menschen hinzugeben, die er liebt. Wenn es keine Liebe und Überzeugung gibt, ist es sehr leicht, einfach ein Angestellter des öffentlichen Dienstes zu sein. Dann ist es sehr leicht, dass ein Polizist versucht wird, denn er hat Autorität und eine Waffe, und er kann über das Leben und die Freiheit eines anderen entscheiden. In der Begleitung von Polizisten arbeiten wir besonders an der Ausbildung, der geistigen Ausbildung, der beruflichen Ausbildung. Aber wir legen auch viel Wert auf die geistliche Betreuung. Zu einer festen Überzeugung zu gelangen, ist dabei grundlegend. Keine Handlungsrichtlinie und keine positive Gesetzgebung reichen aus, wenn das eigene Leben in Gefahr ist. Wer stellt sich für eine Million Dollar vor eine Kugel? Wir würden sagen, ein Verrückter. Der Polizeibeamte stellt sich dem Verbrechen nicht für ein Gehalt, wegen eines Befehls oder eines Gesetzes. Nur wer eine feste Überzeugung hat, wird nicht zögern, zu dienen, notfalls bis zur Hingabe seines Lebens.

Pater Nicolás Daniel Julián, den leitenden Polizeiseelsorger der Provinz Córdoba in Argentinien.
Pater Nicolás Daniel Julián, den leitenden Polizeiseelsorger der Provinz Córdoba in Argentinien.

Ein Polizist hat ständig mit dem Bösen zu tun, mit Gewalt, Korruption, Diebstahl, Menschenhandel, Drogen. Wie schaffen sie es, bei so viel Übel nicht in einer negativen Sicht der Welt zu verharren?
Für die Polizisten ist es nicht einfach. Sie achten sehr aufmerksam darauf, zu entdecken, was die meisten Menschen nicht sehen und sind dazu in der Lage. Vielleicht sieht ein Priester alles vom Glauben her, weil er – wie wir sagen – die „Kirchensicht“ hat. Ein Journalist betrachtet eine Angelegenheit aus seinem Blickwinkel, von seinem Beruf aus. Ein Polizist sieht sie ebenfalls von seinem Beruf aus. Polizisten sind sehr anfällig für die Verunreinigung mit dem, womit sie zu tun haben, mit dem Dunklen, dem Trüben, dem Schlechten in der Gesellschaft. Spiritualität und Familie helfen ihnen. Sie unterstützen sie, denn die emotionale Belastung ist eine sehr harte psychische Last aufgrund ihrer Arbeitszeiten und der dem Beruf innewohnenden Spannungen.

Bedeutet das, dass die Familie für die Ordnungskräfte sehr wichtig ist?
Meiner Meinung nach ist das der große Schutzschild, den sie haben: ihre Familie, denn sie wollen sauber nach Hause zurückkehren. Ein Polizist sagte einmal zu mir: „Ich ermittle bei Bränden, muss dabei Leichen untersuchen. Dann beende ich meine Arbeit, ziehe meine Zivilkleidung an und gehe nach Hause. Ich umarme meinen Sohn und soll ihm bei den Hausaufgaben helfen, als ob nichts passiert wäre. Das ist nicht einfach.“ Ein Feuerwehrmann ist ruhig in der Feuerwache. Er ordnet seine Ausrüstung, trainiert … Wenn der Alarm losgeht, zieht er in 45 Sekunden seine Feuerwehruniform an. Eine Minute später ist er auf der Straße. Diese psychische Spannung erfordert nicht nur eine fachliche, eine professionelle Vorbereitung, sondern auch ein emotionales und geistiges Gleichgewicht. Darin haben wir gute Ergebnisse erzielt. Es liegt an uns, sie zu unterstützen, denn für uns ist es eine Niederlage, wenn ein schlechter Polizist in die Nachrichten kommt oder Selbstmord begeht.

In Ihrer Seelsorgearbeit kümmern Sie sich auch um die Familien. Wie ist die Seelsorge für die Familien von Polizisten? Welche Ausrichtung, welchen Schwerpunkt hat sie?
Sie ist kompliziert, aber schön. Denn der Polizist ist sehr entwurzelt. Er verbringt ein Drittel seines Lebens in Uniform … Er beginnt seine Tätigkeit zu einer bestimmten Zeit und weiß nicht, wann er zu seiner Familie zurückkehren wird. Er verbringt viel Zeit weg von zu Hause. Die Arbeitszeiten sind schwierig. In vielen Fällen teilt der Polizist das soziale Leben oder wichtige Momente des Lebens nicht mit seiner Familie. Hinzu kommt, dass Argentinien in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt. Das erfordert, dass die Polizisten länger arbeiten und weniger Zeit zu Hause verbringen. Wir versuchen, sie so auszubilden, dass sie das, wonach sie sich so sehr sehnen, nicht vernachlässigen. Ein Polizist berührte einmal das Bild der Gottesmutter am Eingang des Polizeipräsidiums. Ich fragte ihn: „Was sagen Sie zu ihr?“ und er antwortete: „Herr, kümmere dich um meine Leute, denn ich muss mich um die anderen kümmern.“ Eine fantastische Bitte! Wir haben sie in das Gebet des Polizisten mit hineingenommen.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.