Zentralafrikanische Republik: Das Land ist den Plünderern und Söldnern ausgeliefert

Gérard Ouambou ist ein Journalist und Kameramann aus Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Im Rahmen eines Projekts von ACN International (Aid to the Church in Need) reiste er Ende Dezember nach Bangassou, um mit Priestern und Ordensschwestern zu sprechen, die Opfer von Terror und Gewalt betreuen. Er wollte auch über die von der Diözese Bangassou durchgeführten Initiativen zur Konsolidierung des Friedens berichten, die der in der Diözese zurückzukehren begann; doch es kam ganz anders. In einem Interview mit ACN erzählt über die Lage des Landes und analysiert die Gründe des Konfliktes. Das Gespräch führte Maria Lozano.

Sie waren über die Weihnachtstage in Bangassou. Wie war die Situation an den Tagen, an denen Sie dort waren?

Schon als ich auf dem Flugplatz Bangassou ankam, bemerkte ich die Abreise vieler Angestellter von Nichtregierungsorganisationen unter dem Vorwand, in den Jahresendurlaub zu gehen. Vor Ort kursierten schon Gerüchte über einen möglichen Angriff auf die Stadt Bangassou. Da ich mich bereits in der Vergangenheit während der Krise [von 2013] gemeinsam mit Kardinal Nzapalainga für Bangassou eingesetzt hatte, nahm ich mein Adressbuch, um mit ehemaligen Kämpfern Kontakt aufzunehmen, um ein Gefühl für die Situation zu bekommen und um ihnen zu raten, sich angesichts der Erfahrungen der Vergangenheit nicht an einer Rebellion zu beteiligen.

Wie haben sich die Leute gefühlt?

Am Weihnachtstag, nach der Messe, begann ein Teil der Bevölkerung in Richtung Demokratische Republik Kongo in eine Stadt namens NDOU in der Nähe von Bangassou zu fliehen. Andere suchten Zuflucht im Stützpunkt der MINUSCA (Integrierte Mission der Vereinten Nationen für Stabilität in Zentralafrika), der sich 2-3 Kilometer von der Stadt entfernt befindet, und eine weitere Gruppe von Menschen wählte den Busch, um sich vor dem bevorstehenden Angriff zu retten. In der Zwischenzeit schlossen die Händler auf dem Hauptmarkt ihre Geschäfte und brachten ihre Waren in Sicherheit. Flüge wurden ausgesetzt.

Was hat Sie am meisten beeindruckt?

Ich war erstaunt, als ich in der MINUSCA-Basis ankam, alle politisch-administrativen Behörden der Stadt mit den Verteidigungs- und Sicherheitskräften (FDS) und den zentralafrikanischen Streitkräften (FACA), die die Bevölkerung schützen sollen, dort verschanzt zu finden.

Trotz der Warnungen aus Bangui hat sich die oberste Führung taub gestellt. Ein paar Tage nachdem ich Bangassou verlassen hatte, wurde die Stadt schließlich von den Rebellen eingenommen. Zehn Tage später erreichten ruandische Soldaten die Stadt, und es kam wieder zu Auseinandersetzungen.

Wie ist die Situation im Land allgemein?

Zum Zeitpunkt dieses Schreibens bleibt die Situation angespannt. Die Rebellen bilden die so genannte „Guerilla“ – sie sind nahezu im ganzen Land. Ich lebe mit meiner Familie in der Hauptstadt Bangui. Vor einigen Tagen haben sie auch  diese eingekreist. Geheimdienstagenten sind überall in den Vierteln unterwegs, es kommt zu vielen Entführungen von und Abrechnungen mit Anhängern des ehemaligen Präsidenten François Bozizé und seiner politischen Partei KNK (Kwa Na Kwa = Arbeit, nichts als Arbeit). Alles in allem ist die Situation in der Zentralafrikanischen Republik beunruhigend. Wir riskieren einen Putsch, wenn nichts unternommen wird. Es wäre unter anderem wichtig, einen Dialog herzustellen, aber davon will die Regierung nichts hören.

Einige Medien schreiben, dass zwei Drittels des Landes in Rebellenhand sind. Ist das korrekt?

Ich weiß nicht, auf welcher Grundlage sie diese Berechnung gemacht haben. Im Moment würde ich sagen, dass 95 % der Zentralafrikanischen Republik in ihrer Hand sind.

Es schien, als ob nach fast sieben Jahren Gewalt (zwischen 2013 und 2019) wieder Ruhe im Land eingekehrt sei. Stimmt das?

In Bangui hatte das Leben wieder seinen normalen Lauf genommen, jedoch nicht in der gesamten Zentralafrikanische Republik. Im Landesinneren ging für lange Zeit das Martyrium weiter: Bewaffnete Gruppen erpressten und unterdrückten die friedliche Bevölkerung, in bestimmten Städten wurden illegale Straßensperren errichtet. Aber ja, im Jahr 2020 kehrte ein Anschein von Ruhe im Land ein.

Gibt es eine religiöse Dimension in dem Konflikt? Oder ist es nur eine Frage von Reichtum und Macht?

Der zentralafrikanische Konflikt ist keineswegs religiös motiviert. Zum einen geht es um Reichtum: Die von bewaffneten Gruppen besetzten Gebiete sind reich an Diamanten, Gold usw. Zum anderen um den Hunger der Menschen nach Macht, so wie in dem aktuellen Fall: François Bozizé, der das Land von 2003 bis 2013 regiert hatte, wollte bei den Präsidentschaftswahlen am 27. Dezember 2020 erneut kandidieren. Da das Verfassungsgericht, das oberste Gremium, seine Kandidatur ablehnte, zog er es vor, sich mit denjenigen zu verbünden, die ihn 2013 durch einen Staatsstreich aus dem Präsidentenamt geworfen hatten. Mit diesen hat er eine neue Rebellengruppe namens „Koalition der Patrioten für den Wandel“ (CPC) gebildet, um die Machthaber in Bangui mit der Unterstützung einiger ausländischer Söldner zu stürzen.

Es gibt einen weiteren Grund für den Konflikt: Die Anwesenheit der russischen „Militärs“ stört Frankreich, das unsere Kolonialmacht ist. Für Frankreich ist die Zentralafrikanische Republik nur sein Reservoir an Bodenschätzen. Im Kampf auf der geopolitischen Ebene sind die Söhne des Landes nur Bauern in einem Schachspiel.

 Gérard Ouambou ist ein Journalist und Kameramann aus Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik.
 Gérard Ouambou ist ein Journalist und Kameramann aus Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik.

Aber viele glauben, dass hinter diesen Rebellengruppen, die aus dem Ausland kommen und Söldner sind, radikalislamistische Bewegungen stehen, die diese Ressourcen und Macht brauchen, um ihr expansives Wachstum fortzusetzen. Was ist Ihre Meinung dazu?      

Die Zentralafrikanische Republik ist ein Land im Herzen des afrikanischen Kontinents mit einer Fläche von 628.000 km2 und einer Bevölkerung von ca. fünf Millionen. Mit seiner überwiegend analphabetischen und jungen Bevölkerung verfügt sie über große Bodenschätze, die nie richtig genutzt wurden, es gab nur handwerkliche Ausbeutung. Dieses Potential an Reichtum motiviert, in dieses Land Afrikas einzudringen. Dies ist der Fall bei den Fulani, dem reichsten und brutalsten Volk Nigers mit einer Bevölkerung von etwa 15 Millionen Einwohnern, das auf der Suche nach Weideland für sein Vieh über den Tschad in die Zentralafrikanische Republik gelangt ist. Sie suchen das Paradies für ihr Vieh und wollen sich niederlassen. Um dies zu erreichen, müssen sie mit Gewalt und Rebellion vorgehen.

Den zweiten Grund habe ich schon erwähnt: Frankreich sah durch die russische Präsenz seine Interessen gefährdet. Um diese Interessen zu schützen, beschloss Frankreich, die Macht von Präsident Touadera gewaltsam zu destabilisieren. Sobald dieser Machthaber verdrängt ist, wird Frankreich neue Rechte über die Ressourcen und Güter des Landes haben.

Sind Rebellengruppen und Guerillas offen für alle Religionen? Können Christen und Animisten ihren Glauben und ihre Überzeugungen frei ausüben?

Im Moment ja, die Rebellengruppen und die Guerillas sind offen für alle Religionen, ihnen geht es erstmal nur darum, die Macht in Bangui zu erlangen. Sobald dieses Ziel erreicht ist, werden sie sich aufspalten. Wie in der Vergangenheit die Séléka, die sich zunächst aus Christen und Muslimen zusammensetzte. Aber einmal an der Macht, schlossen die muslimischen Mitglieder der Séléka die Christen aus dem Spiel aus, entweder, indem sie sie heimlich töteten, oder, indem sie Muslime in Positionen mit höherer Verantwortung als Christen beriefen. Es geht um die Macht, und dieses Zusammenleben ist nur vorübergehend. Es hat keine Zukunft.

Was ist die Arbeit der Kirche, welche Rolle hat sie bei all diesen Konflikten, die das Land gerade durchlebt, inne?

Die Kirche hat viel getan und spielt weiterhin ihre Rolle als Prophetin und Vermittlerin. Die Kirche hat mit ihrer Position in der „Plattform der religiösen Konfessionen der Zentralafrikanischen Republik“ (PCRC) viel für die Rückkehr und Festigung des Friedens getan.

Die katholischen Bischöfe der Zentralafrikanischen Republik haben gerade vom 11. – 17. Dezember 2020 ihre jährliche Vollversammlung gehalten. Am Ende dieser Konferenz haben sie in einer Stellungnahme zur aktuellen Situation über die zunehmende Spaltung der politischen Klasse berichtet, die das Land den Plünderern und Söldnern aller Art, die mit Waffen und Ausrüstung ausgestattet wurden, ausgeliefert hat.

Sie betonen, dass der Krieg, der uns auferlegt wurde, darauf abzielt, die tiefen Bestrebungen des zentralafrikanischen Volkes zu untergraben. Wir sind müde und enttäuscht von politischem Kalkül, Konflikten und Spaltungen.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.