„Sei still, damit Gott dich verteidigt“ – Zeugnis der in Mali entführten kolumbianischen Ordensschwester im Gespräch mit dem Hilfswerk ACN

In einem Interview mit dem kolumbianischen Büro des Internationalen Hilfswerks Aid to the Church in Need spricht die im vergangenen Oktober in Mali freigelassene Ordensschwester Gloria Cecilia Narváez über ihre missionarische Arbeit, ihre Gefangenschaft und den Ruf dazu, ein lebendiges Zeugnis zu sein. Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung ihres ausführlichen Berichts.

Schwester Gloria empfängt ACN im Kloster in Pasto, Kolumbien, ihrer Heimatregion. Dort ist sie Ende November angekommen, um ihre Familie zu treffen und ihren Genesungsprozess abzuschließen. Sie erzählt uns von ihrer größten Leidenschaft: der Mission in Afrika. „Die Franziskanerinnen der Unbefleckten Jungfrau Maria sind seit mehr als 25 Jahren in Mali. Eines unserer Hauptanliegen ist die Förderung von Frauen, insbesondere die Alphabetisierung, denn in diesem Land gibt es praktisch keine Bildung für Frauen.“ Die Schwestern bringen den Frauen auch grundlegende landwirtschaftliche und nähtechnische Fertigkeiten bei, damit sie allmählich unabhängiger werden und sich selbst finanziell tragen können.

Die kolumbianische Ordensfrau berichtet, dass die Ordensschwestern mit Hilfe von Fachleuten aus dem Gesundheitswesen Mütter und Väter in der Schwangerschaftsvorsorge unterwiesen haben. Diese Arbeit habe eine solche positive Wirkung auf die Männer gehabt, „dass sie uns sogar um Hilfe baten, damit wir ihnen einige Hausarbeiten beibringen. So könnten sie sich um ihre kleinen Kinder kümmern, wenn ihre Frauen nicht mehr da wären.“

Denn in Mali sowie in anderen afrikanischen Ländern ist die Müttersterblichkeit – der Tod bei der Geburt oder wenige Tage danach – hoch. „Die Väter vertrauten uns die Betreuung der Babys an. Das taten wir gerne, aber wir verpflichteten sie, sich um ihre Kinder zu kümmern, sie häufig zu besuchen und Zeit mit ihnen zu verbringen“, erklärt die kolumbianische Missionarin. Dank der Arbeit der Schwestern wurde ein Band der gemeinsamen Verantwortung geknüpft.

Nächstenliebe, ohne auf die Uhr zu schauen

In der malischen Kultur gibt es keine Eile. Die Menschen schauen nicht auf die Uhr. Die Franziskanerinnen der Unbefleckten Jungfrau Maria haben dies perfekt umgesetzt, indem sie sich Zeit nahmen und bereit waren, den Menschen zuzuhören und mit ihnen zu reden. Sie empfingen sie zu jeder Tages- und Nachtzeit, hörten ihnen zu, versuchten, ihnen bei ihren Problemen zu helfen und beizubringen, wie man mit den kleinen Wehwehchen der Kinder umgeht. Sie veranstalteten sogar Abende mit Theater-, Gesangs- und Tanzaufführungen, an denen auch einige muslimische Dorfvorsteher teilnahmen. In Mali sind etwa 90 % der Bevölkerung Muslime. Schwester Gloria lebte im Norden des Landes. „Es gab keine verschlossenen Tore, keine Mauern“, sagt Schwester Gloria. Die Familien nahmen sie in ihren Häusern auf und teilten ihr Essen mit ihnen. Zum Beispiel wurden sie zum Abschluss des Ramadans zum Feiern in ihre Häuser eingeladen, und sie standen sich immer sehr nahe, erinnert sie sich im Gespräch mit ACN.

Sei still, damit Gott Dich verteidigt                                                        

Während ihrer langen Gefangenschaft, in der sie schwere Misshandlungen erlitt, hatte sie Zeit, über viele Dinge nachzudenken, über ihr Leben als Ordensfrau, über ihre Arbeit als Missionarin. Ihr gelang es, ihre Entführung als echte Chance zu begreifen. „Es ist eine Gelegenheit, die Gott mir gibt, um mein Leben zu sehen, wie ich Ihm antworte … eine Art Exodus.“

In der Abgeschiedenheit begleitete sie ebenfalls das Beispiel des heiligen Franz  von Assisi mit dem Gebet des Friedens, der vollkommenen Freude und dem Segen für alle. Selbst wenn sie misshandelt wurde, dachte sie an den Heiligen: „Betrachte dies als eine Gnade“.

Jeder neue Tag stellte eine weitere Gelegenheit dar, Gott für das Leben zu danken, inmitten von so vielen Schwierigkeiten und Gefahren. „Wie könnte ich dich nicht loben, segnen und dir danken, mein Gott, weil du mich angesichts von Beleidigungen und Misshandlungen mit Frieden erfüllt hast?“ Sie sei für jede noch so kleine Sache dankbar gewesen, sagt sie im Gespräch mit ACN.

Im Angesicht des Leidens habe sie oft an die Lehren der Ordensgründerin, der seligen Maria Caridad Brader, gedacht: „Sei still, damit Gott dich verteidigt“, sowie an die Worte ihrer Mutter Rosa Argoty: „Sei immer gelassen, Gloria, sei immer gelassen“. Das Familienerbe sei so stark in ihr, dass ihr bei ihrer Entführung ein weiteres Wort ihrer Mutter geholfen habe, Gelassenheit zu bewahren: „Wenn jemand ein Streichholz ist, sei Du keine Kerze“. Den Satz habe sie als einfache Hommage an ihre im letzten Jahr verstorbene Mutter häufig wiederholt.

Selbst wenn sie grundlos oder nur deshalb geschlagen wurde, weil sie ihre Gebete verrichtete, sagte sie im Stillen: „Mein Gott, es ist hart, angekettet zu sein und geschlagen zu werden, aber ich lebe diesen Augenblick so, wie Du ihn mir schenkst … Und trotz allem möchte ich nicht, dass einer dieser Herren (ihre Entführer) zu Schaden kommt.“

 

Manchmal habe sie das Bedürfnis gehabt, sich ein wenig aus dem Lager zurückzuziehen, in dem sie gefangen gehalten wurde, um den Allmächtigen laut zu preisen. Sie habe dies getan und einige Psalmen sowie einige Gebete des Heiligen Franziskus rezitiert.

Einmal wurde einer der Gruppenführer, der sie bewachte, wütend. Er brachte sie ins Lager zurück, schlug sie und beschimpfte sie und Gott: „Mal sehen, ob dieser dein Gott dich hier rausholt“. Mit gebrochener Stimme erzählt Schwester Gloria: „Er sagte es mit sehr starken, sehr hässlichen Worten zu mir… Meine Seele war erschüttert von dem, was er sagte. Die anderen Wachen lachten sich über diese Beleidigungen kaputt. Ich ging auf ihn zu und sagte ihm ernsthaft: ‚Hören Sie, Chef, haben Sie bitte mehr Respekt vor unserem Gott; er ist der Schöpfer, und es tut mir wirklich sehr weh, dass Sie so über ihn reden’.“ Daraufhin hätten sich die Entführer angestarrt, als wären sie von der Kraft dieser einfachen, aber eindringlichen Klage berührt, und einer von ihnen habe gesagt: „Sie hat recht, rede nicht weiter so über ihren Gott“. Sie seien verstummt.

Die Ordensfrau ist sich sicher, dass Gott oder die allerseligste Jungfrau Maria in mindestens fünf Augenblicken konkret eingriffen, um sie zu schützen. So zum Beispiel, als eine große Schlange den Ort, an dem sie schlief, mehrmals umkreiste, ohne sich ihr zu nähern. Oder als ein sehr großer, stämmiger Wachmann sich plötzlich vor einen anderen stellte, der ihr die Pulsadern aufschneiden wollte.

Religionsfreiheit als Zeichen des Glaubens

Sie wurde zusammen mit einer Muslimin und einer Protestantin gefangen gehalten. In ihrer Arbeit als Missionarin hat Schwester Gloria Toleranz und Respekt für andere gelebt. Sie ist sich darüber im Klaren, dass dies für das Ergebnis ihrer Arbeit von wesentlicher Bedeutung ist: „Wenn wir die Freiheit des anderen respektieren, seine Religion zu leben, dann können wir den gleichen Respekt erhalten“.

Ein solcher Respekt wurde ihr jedoch bei ihrer Entführung nicht zuteil.  Ihre Gefangenschaft sei eine Gelegenheit gewesen, ihren Glauben mutig zu bekennen, erklärt sie gegenüber ACN. „Sie verlangten von mir, dass ich Sätze aus muslimischen Gebeten nachspreche und islamische Kleidung trage. Aber ich habe immer wieder betont, dass ich im katholischen Glauben geboren und in dieser Religion aufgewachsen bin, und dass ich das um keinen Preis tauschen würde, selbst wenn es mich das Leben kosten würde“, wie es bei mehreren Gelegenheiten beinahe der Fall gewesen wäre.

„Aber mehr als mit Worten müssen wir den Glauben mit dem Zeugnis des Lebens verteidigen. Wir sind dazu berufen, Zeugen unseres Glaubens zu sein“. In diesem Zusammenhang erinnert sie daran, dass ihr kürzlich ein malischer Priester sagte, dass der Glaube seiner Gemeinde dank ihres Beispiels gewachsen und gestärkt worden sei.

Als habe die Zuneigung vieler Menschen vier Jahre und acht Monate lang eine Pause gemacht, erhält Schwester Gloria jetzt überall Zuwendung, wo sie hingeht, als Zeichen der Zärtlichkeit Gottes durch die Menschen. Wenn sie durch die Gänge des Klosters geht, in dem sie in Kolumbien zur Ordensfrau ausgebildet wurde, spürt sie, dass die Liebe, die sie von den Menschen empfängt, von grundlegender Bedeutung für die schrittweise Wiederherstellung ihres inneren Friedens ist. Mit dem eindringlichen Zeugnis ihres Glaubens ruft sie dazu auf, „beständig zu sein, weiter zu beten und nicht müde zu werden“.

Schließlich zögert die Schwester mit der ruhigen Stimme und dem gelassenen Blick keinen Augenblick, wenn sie sagt, dass sie so bald wie möglich wieder in die Mission gehen möchte – „nach Afrika oder wohin Gott will“. Denn sie glaubt, dass sie dazu berufen ist, auf alle Bedürfnisse ihrer leidenden Brüder und Schwestern einzugehen und „ihre Gemeinden zu einem Stückchen Himmel zu machen“ – so wie ihre Gründerin, die selige Caridad, es betonte.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.