Msgr. Pasotto: Mitgestalter des Wiederaufbaus der katholischen Kirche Georgiens nach der kommunistischen Ära

Interview mit Msgr. Giuseppe Pasotto, italienischer Stigmatinerpater, der seit dem Fall des Eisernen Vorhangs die Geschicke der kleinen römisch-katholischen Kirche im Kaukasus zunächst als Missionar, seit 1996 als apostolischer Administrator und seit dem Jahr 2000 als Diözesanbischof begleitet und leitet.

Was haben Sie vorgefunden, als Sie im Jahr 1993 in Georgien angekommen sind? Was war von der katholischen Kirche in Georgien nach 70 Jahren des kommunistischen Regimes noch übrig?

Was ich vorgefunden habe? Es ist schwierig, in wenigen Worten zu beschreiben, wie die Lage im Jahr 1993 war, als ich hier angekommen bin. Georgien war vor kurzem erst unabhängig geworden, und Russland hatte alle Beziehungen abgebrochen, auch die wirtschaftlichen. Waren bei meiner Ankunft noch Gas, Wasser und Strom da, so waren wir anderthalb Monate später an dem Punkt angekommen, dass es nur zwei Stunden am Tag Strom gab, nur alle zwei Tage Wasser und dass das Gas ganz und gar abgedreht war. Auf den Märkten gab es nur noch sehr wenige Dinge. Um ein Beispiel zu nennen: An einem Tag brauchte ich eine Zitrone und ging auf den Markt. Ich konnte keine Zitronen finden, bis ich auf eine Frau stieß, die zwei hatte. Sie hatte nur diese zwei Früchte zum Verkauf. Ich beschloss, alle beide zu kaufen. Doch sie sagte zu mir: „Ich gebe Ihnen eine, die andere könnte jemand anderer brauchen.“ Ich war verblüfft und voller Bewunderung. Eine andere Sache, die ich nie vergessen werde, war der Freudenschrei, den man an dem Tag hörte, an dem für ein oder zwei Stunden der Strom zurückkam und man die Kerzen oder die Gaslampen ausmachen konnte.

Ich bin zusammen mit einem anderen Priester meiner kleinen Kongregation der Stigmatiner, die in Verona entstanden ist, hier angekommen, und in dieser Zeit haben wir alle Schwierigkeiten der Bevölkerung selbst miterlebt ‒ vor allem die Kälte und die Entbehrungen. Dies hat uns geholfen, dieses Volk noch mehr zu lieben und die Bedeutung der Freiheit zu verstehen. Durch unsere Gespräche mit den Jugendlichen haben wir verstanden, dass man für wichtige Werte leiden und immer die Hoffnung behalten muss. Durch das Erlernen der nicht unbedingt leichten georgischen Sprache, und das fast ohne Lehrmaterial, haben wir schließlich noch besser das Leben dieser Menschen erfasst. Wir haben wirklich viel lernen müssen, ohne uns um die Schwierigkeiten zu scheren, die uns umgaben. Aber es war Vorsehung, diese Zeit mitzuerleben.

Welches waren für Sie und Ihre Mitbrüder die ersten Schritte, um die katholische Gemeinschaft wiederaufzubauen?

Von der katholischen Kirche war nur ein offenes Gotteshaus übriggeblieben (die Kirche St. Peter und Paul in Tiflis); Die verstreuten Gemeinden auf dem Land waren alle verwaist. Unser erster Schritt war es, die Kontakte wieder aufzunehmen und dann weitere Priester aus anderen Ländern und Ortskirchen zu suchen, die kommen und uns helfen konnten. Ganz allmählich haben wir begonnen, die wichtigsten Strukturen wiederherzustellen.

Es scheint mir, dass der katholische Glaube nicht nur in Georgien, sondern in allen  kommunistischen Ländern durch den Rosenkranz gerettet worden ist. Die Menschen trafen sich in den Häusern zum Beten, und die Großmütter spürten diese Verantwortung. Man braucht weder einen Priester noch Rosenkränze ‒ man konnte die „Gegrüßet seist Du Maria“ auch an den Händen abzählen.

Die erste Aufgabe, die wir uns vorgenommen haben, war die Ausbildung von Katecheten. So haben wir bei unserem ersten Sommerstudiencamp etwa 30 ältere Jugendliche und junge Erwachsene versammelt und ihnen an zehn intensiven Tagen eine Ausbildung gegeben, damit sie wiederum die Arbeit mit den Kindern beginnen konnten. Das erste, was gedruckt wurde, war der Katechismus der Weltkirche… Nach und nach sind dann die anderen Dinge angegangen worden.

Wie haben Sie den Kaukasuskrieg im Jahr 2008 erlebt? Wie hat die Kirche in jenem Kontext geholfen?

Der Krieg kam ganz unvorhergesehen; zumindest dachte ich nicht, dass so etwas geschehen könnte. In kürzester Zeit hat Russland klargemacht, dass es keine Hoffnung für Georgien gibt, und ist mit seinen Bombenangriffen auch Tiflis sehr nahegekommen. [alternativ: In kürzester Zeit sind die Bombenangriffe auch Tiflis sehr nahegekommen.] Ich habe zum ersten Mal Menschen in Panik gesehen. In unserem Versammlungssaal haben wir einen ganzen Monat lang Flüchtlinge aus Gori aufgenommen und versorgt. Noch heute schicken sie mir zum Jahrestag des Krieges Dankesschreiben. Die Caritas von Georgien hat sich mit Mahlzeiten und Hilfen für die Vertriebenen stark eingesetzt. Ich erinnere mich noch daran, wie, sobald dies möglich war, ein Lkw mit Lebensmitteln nach Gori aufgebrochen ist. Die ersten Hilfen, die dort ankamen, waren unsere. Und sie wurden dem orthodoxen Bischof übergeben, damit er sie nach Bedarf verteilen konnte.

Welches sind für die Kirche in Georgien heute die größten Herausforderungen? Was bleibt nach vielen Jahren des missionarischen Dienstes noch zu tun?

Die erste Herausforderung für die Zukunft bleibt die ökumenische Arbeit. Das ist unsere erste Aufgabe, und sie ist sehr schwierig. Die orthodoxe Kirche hat aufgrund des Erbes ihrer Vergangenheit noch immer Schwierigkeiten, sich in diese Richtung zu öffnen. Die Katholiken fühlen sich nicht nur als Minderheit, sondern auch häufig diskriminiert und ungerecht behandelt. Man denke nur an die sechs konfiszierten und nie zurückgegebenen Kirchen, aber auch an das Verbot konfessionsgemischter Eheschließungen. Der ökumenische Weg besteht aus viel Geduld, aus einem ständigen Suchen neuer und möglicher Schnittmengen, daraus, Beziehungen zu weben, die zu Brücken werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei unsere Universität, in der die absolute Mehrheit der Studierenden aus Nicht-Katholiken besteht.

Die zweite Aufgabe ist, meiner Meinung nach, die Bildung unserer Gläubigen, damit ihr Glauben immer stärker und sicherer werde. Hier engagieren sich besonders die Priester und Ordensleute in den Pfarreien. Die dritte Aufgabe ist es, das barmherzige und liebende Antlitz Gottes zu zeigen, vor allem den Menschen gegenüber, die sich in größeren Schwierigkeiten befinden.

Wir merken, dass wir zu Wenige sind, auch, weil die Arbeitsfelder in unserer immer komplexeren Welt größer werden und sich ändern. Zum Glück gibt es Jugendliche, die sich auf das Priesteramt und das geweihte Leben vorbereiten… doch der Weg der Ausbildung ist lang, und das ist wichtig, denn es muss eine gute Ausbildung sein. Es ist schwierig, Priester aus dem Ausland zu finden, die mit uns zusammenarbeiten, auch, weil die Sprachbarriere besteht. Um Georgisch zu erlernen, braucht es ein langes Studium und viele Opfer, und dann kann man die Sprache nur hier verwenden. Doch der Herr sieht und sorgt vor.

Wie sehen Sie die Zukunft der katholischen Kirche in Georgien und auf welche Weise kann ACN Ihre Schritte begleiten?

Die Unterstützung durch ACN ist in diesen Jahren entscheidend gewesen. Ich kann sagen, dass Viele ihren Beitrag geleistet haben, um unsere Kirche am Laufen zu halten, doch ACN hat sich immer dadurch ausgezeichnet, dass es die Werke der Evangelisierung und der Ausbildung unterstützt hat. Jedes Jahr haben wir dank ACN, also dank der Unterstützung tausender von Wohltätern, pastorale Initiativen realisieren können, vor allem die Sommerlager für die Glaubensbildung der Kinder und Jugendlichen. Ich war mir immer dessen bewusst und zutiefst dankbar für diesen gemeinsamen Weg mit ACN. Wir kennen die Gesichter der Wohltäter von ACN nicht, aber Gott kennt sie alle; Er wird sie segnen und sie belohnen. Für mich war es immer eine große Hilfe, zu spüren, dass die Schwesterkirchen mit uns auf dem Weg waren und uns unterstützt haben. Letztlich waren wir hier nur die Hände, die das umgesetzt haben, was in den Herzen so vieler Katholiken auf der ganzen Welt war.

Gibt es etwas, was Sie unseren Wohltätern sagen möchten?

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um ACN ein großes Dankeschön auszusprechen: Danke denjenigen, die mit uns zusammenarbeiten und immer Geduld mit uns haben; wir fühlen wirklich, dass wir geliebt sind. Man kann sagen, dass unsere Kirche kaum über finanzielle Mittel verfügt, aber jeden Tag im Vertrauen auf Gott zu leben vermag. Alle sind wir berufen, das Evangelium zu verkünden, doch auf unterschiedliche Weise. Hier in Georgien habe ich den Wert des Wortes “katholisch” entdeckt. Es ist ein schöner Gedanke, dass wir Katholiken hier allen Kirchen zeigen können, wie gut es ist, ein Herz zu haben, das keine Grenzen kennt, das niemanden bevorzugt, das immer über die eigenen Grenzen hinausschaut. Es ist schön, von einem Gott Zeugnis abzulegen, der uns durch Sein Herz lehrt, einen weiten Horizont zu haben, uns nicht nur auf unsere eignen Interessen zu konzentrieren, sondern uns immer und immer mehr zu öffnen. Dies ist Seine Liebe zu uns. Und es soll das sein, was wir bezeugen und was wir lehren. Das ist die schöne Botschaft, das Evangelium. Und für mich ist das die Farbe des Katholizismus.

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.