Die Annexion von Teilen des Westjordanlandes: eine einseitige und sowohl historisch und moralisch als auch völkerrechtlich ungerechte Entscheidung

Am 7. Mai 2020 forderten die Kirchenführer der im Heiligen Land anerkannten christlichen Kirchen in einer gemeinsamen Erklärung die neue israelische Regierung auf, von der Annexion von Teilen des Westjordanlandes „abzusehen“. Der israelische Premierminister wird seine Strategie am 1. Juli vorstellen. Der von den Palästinensern abgelehnte Plan soll die Annektierung des Jordan-Tals und Teilen der jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland durch Israel einschließen. Das Internationale Hilfswerk „Aid to the Church in Need” (ACN) sprach darüber mit Bischof Marcuzzo, Generalvikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem und Palästina. Im Gespräch warnt er davor, dass die „einseitige“ Entscheidung direkt oder indirekt gewalttätige Reaktionen und eine neue Auswanderungswelle von Christen verursachen wird. Der Bischof weist darauf hin, dass seine Meinung die allgemeine Einstellung aller christlichen Kirchen im Heiligen Land widerspiegele; dies belege die gemeinsame Stellungnahme. Mit dem Patriarchalvikar sprach Christophe Lafontaine.

Nutzt die israelische Notstandsregierung den durch die Covid-19-Pandemie verursachten Notstand aus, um ihren Plan zur Annexion von Teilen des Westjordanlandes zu beschleunigen?

Es versteht sich von allein, dass die Regierungsbildung einer „Notfall-Einheitsregierung“ in Israel, die am 17. Mai vereidigt wurde, von der Notwendigkeit gefördert wurde, auf die durch die Covid-19-Pandemie aufgeworfenen Fragen eine Antwort zu geben. Allerdings ist die Gleichung „Pandemie = Beschleunigung der Annexion von Teilen des Westjordanlandes“ nicht klar. Wir wissen jedoch aus Erfahrung, dass jede gute oder schlechte Gelegenheit häufig genutzt wird, um ein Ziel zu erreichen und die Aufmerksamkeit der Welt von anderen wichtigen Fragen abzulenken. Dies ist hier mit der Annektierung der Fall.

Laut der Erklärung der christlichen Kirchen im Heiligen Land werfen die Pläne zur Annexion des Westjordanlandes „ernste Fragen nach der Machbarkeit eines jeglichen Friedensprozesses“ auf. Warum?

 Die Annexionspläne stellen nicht nur ein Hindernis unter vielen anderen dar, sondern sind der Gnadenstoß für die Möglichkeit, die Schaffung eines palästinensischen Staates zu erreichen, der mit Israel innerhalb anerkannter Grenzen und mit Jerusalem als Hauptstadt beider Staaten koexistiert. Diese so genannte „Zweistaatenlösung“ schien bisher die einzige vernünftige, friedliche und mögliche Lösung für den „ewigen“ Konflikt und der einzige Ausweg für den Frieden im Heiligen Land zu sein. Die neuen Annexionspläne berauben die Menschen jeglicher Hoffnung. Leider weiß das Heilige Land aus Erfahrung, wohin Verzweiflung führt. Was diese Verzweiflung noch schmerzlicher macht, ist die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, die Schwäche Europas und sogar die Gleichgültigkeit bestimmter arabischer Länder gegenüber diesen eklatanten Ungerechtigkeiten.

 Wer werden die ersten Opfer eines solchen Vorhabens sein?

Die einseitige Entscheidung ist sowohl historisch und moralisch als auch völkerrechtlich ungerecht; sie steht im Widerspruch zu allen internationalen Abkommen, im Widerspruch zu jeder aufrichtigen Suche nach Frieden. Wenn eine Ungerechtigkeit geschieht, leiden alle palästinensischen Einwohner unter den Folgen. Aber die Christen, die ja eine Minderheit sind, leiden noch stärker.

Bischof Marcuzzo, Generalvikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem und Palästina.
Bischof Marcuzzo, Generalvikar des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem und Palästina.

Was wären die konkreten Konsequenzen für palästinensische Christen?

Wir kennen zwar noch nicht die genauen Einzelheiten der voraussichtlichen Annexion, und können daher noch nicht das ganze Ausmaß aller negativen Aspekte einschätzen. Aber es ist bereits bekannt, dass einige Gebiete des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem – einer der höchsten kirchlichen Institutionen im Heiligen Land – und einige christliche Gemeinschaften direkt von der Annexion betroffen sein werden.

Darüber hinaus zeigen die in der Presse veröffentlichten Landkarten eine mögliche Fragmentierung des Landes. Sie ist erschreckend. Bedenkt man, dass das gesamte Gebiet des Jordan-Tals und die Hunderten an Siedlungen, die über die palästinensischen Gebiete verstreut sind, zusammen mit dem gesamten, sie miteinander verbindenden Straßennetz von Israel annektiert werden sollen, kann man sich leicht vorstellen, dass sich daraus keine oder nur eine erschwerte territoriale Kontinuität der palästinensischen Gebiete ergeben wird.

Dies wird die bereits bestehenden Probleme vervielfachen. Das Gebiet (ein Tal, ein Berg, der Ort, an dem ein Kibbuz oder eine Siedlung gebaut wurde…) würde an den Staat Israel übergehen. Die Eigentümer dieser Grundstücke sind jedoch in der Regel Palästinenser, darunter auch Christen, die im nächsten Dorf oder in der nächsten palästinensisch-arabischen Stadt leben. Daraus ergeben sich viele rechtliche und vor allem praktische Probleme, etwa die Frage möglicher Enteignungen, die Frage der Trennmauer oder die Unmöglichkeit, ohne Genehmigung auf dem eigenen Land zu arbeiten, und natürlich die Schwierigkeit, im Alltag zu einem Krankenhaus, einer Schule, einer Kirche, auf einen Markt oder zu Familienmitgliedern zu fahren …

Auch andere Gemeinden und Grundstücke werden unter der Zersplitterung des Westjordanlandes leiden, selbst wenn sie nicht direkt betroffen sind.

Wie sehen die Gläubigen die Zukunft?

Heute stimmen unsere Gläubigen wie bereits während und nach jeder Intifada in den unglückseligen „cantus firmus“ der Auswanderung ein. Das beunruhigt uns zutiefst; wir kämpfen energisch dagegen. Wie können wir ihnen aber angesichts der politischen Entscheidungen wirklich helfen? Darüber hinaus fallen diese Pläne in eine für das Heilige Land bereits schwierige Zeit, da die Covid-19-Krise dazu geführt hat, dass die Wirtschaft stark unter dem Ausbleiben der Pilgerfahrten gelitten hat. Seit dem Auftreten des Virus hat die gesamte christliche Gemeinschaft (hier und im Ausland) sicherlich große Solidarität gezeigt, aber das war für eine sehr begrenzte Zeit und in diesem speziellen Fall. Was aber können wir tun, um den territorialen Umwälzungen der bereits angekündigten Annexion mit ihren sozialen, wirtschaftlichen, familiären und persönlichen Auswirkungen zu begegnen?

Befürchten Sie, dass die Annexionspläne in der Region zu Gewalt führen werden?

Leider, ja. Im Moment ist das unsere große Befürchtung! Die Annexion wird zu einem Ausbruch von Reaktionen, Protesten und Gewalt in der gesamten Region führen, nicht nur in der Bevölkerung auf lokaler Ebene. Sie wird höchstwahrscheinlich auch die Nachbarländer betreffen. In unserer Erklärung rufen wir die Bürgerinnen und Bürger auf, so weit wie möglich standhaft zu bleiben und ihr Recht auf Gerechtigkeit und Einheit einzufordern, sich aber jeder unnötigen Provokation zu enthalten, die zu blutigen und tödlichen Zusammenstößen führen könnte. Die Seelsorgearbeit der Kirche im Heiligen Land hat im Laufe der Geschichte zwei Ziele und zwei Methoden verfolgt, und sie verfolgt sie noch immer: Gerechtigkeit als Grundlage und Frieden und Versöhnung als Ziel.

Siehe die Erklärung  der Patriarchen und Kirchenoberhäupter im Heiligen Land vom 7. Mai 2020 zu den einseitigen israelischen Annexionsplänen: Englisch, Italienisch, Französisch

Zusätzlich bekräftigte der Heilige Stuhl in einer Erklärung vom 20. Mai 2020, dass die Achtung des Völkerrechts und der einschlägigen Resolutionen der Vereinten Nationen ein „unerlässliches Element“ für ein Zusammenleben von Israelis und Palästinensern in zwei Staaten in den vor 1967 international anerkannten Grenzen sei. Der Heilige Stuhl brachte seine „Besorgnis“ über mögliche Aktionen zum Ausdruck, „die den Dialog weiter kompromittieren könnten“. Er äußerte gleichzeitig „seine Hoffnung, dass Israelis und Palästinenser bald wieder die Möglichkeit finden werden, mit Hilfe der Internationalen Gemeinschaft direkt ein Abkommen auszuhandeln, damit endlich Frieden im Heiligen Land herrschen kann, das von Juden und Christen und Muslimen so sehr geliebt wird.“

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Que signifie pour vous cette visite ?

La visite du Pape nous remontera le moral, plus que toute autre chose. Tous les yeux de la planète seront dirigés vers Baghdeda. Le monde saura ainsi ce qui est arrivé à cette ville : les terribles destructions et la migration forcée. Ce serait également bien si nous recevions ensuite un peu plus d’aide et de soutien. Cette visite est très importante pour nous qui sommes ici, surtout après l’énorme migration forcée de tant des nôtres. Cette visite signifie que nous ne sommes pas seuls et qu’il y a des gens qui prient pour nous. Cela nous donnera de l’espoir, nous encouragera à rester dans notre pays et à ne pas le quitter.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Si j’ai l’occasion de le rencontrer, je voudrais le remercier pour sa visite qui nous rend très heureux, et pour ses prières. Je tiens également à le remercier pour toute l’aide qu’il nous a procurée ces derniers temps. Je n’oublie pas sa grande solidarité et le geste qu’il a fait en vendant aux enchères la Lamborghini qu’on lui avait donnée pour soutenir avec l’argent récolté la reconstruction de la plaine de Ninive. Je voudrais aussi qu’il continue à prier pour nous afin que la paix arrive en Irak.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

Je voudrais lui montrer l’église historique Al-Tahira et des photos de Baghdeda, je voudrais qu’il voie comment l’État Islamique l’a détruite et comment les gens d’ici ont eu le courage de la reconstruire.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa levantará el ánimo y la moral, más que cualquier otra cosa. Todos los ojos del mundo se dirigirán a Baghdeda. Así, el mundo sabrá lo que le sucedió a esta ciudad. La terrible destrucción y la migración forzada. También sería bueno si luego recibimos más ayuda y apoyo. Esta visita es realmente importante para nosotros, los que estamos aquí, especialmente después de la enorme migración forzada de tantos de los nuestros. La visita significa que no estamos solos y hay quienes rezan por nosotros. Esto nos dará esperanza, nos animará a permanecer en nuestra tierra y no dejarla.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Si tengo la oportunidad de encontrarme con él: quiero agradecerle su visita, que nos hace muy felices, y su oración. También quiero darle las gracias por todo lo que nos ha ayudado durante el último periodo. No me olvido de su gran solidaridad y del gesto de subastar el Lamborghini para apoyar con ese dinero la reconstrucción de la llanura de Nínive. También quiero que siga orando por nosotros para que la paz llegue a Irak.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Quiero mostrarle la histórica iglesia Al-Tahira y fotos de Baghdeda, quiero que vea cómo fue destruida por ISIS y cómo la gente de aquí ha sido tan fuerte para reconstruirla nuevamente.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes wird die Stimmung und die Moral heben, mehr als alles andere. Alle Augen der Welt werden auf Baghdida gerichtet sein. Dann wird die Welt erfahren, was mit dieser Stadt passiert ist, die schreckliche Zerstörung und die erzwungene Migration. Es wäre auch gut, wenn wir anschließend mehr Hilfe und Unterstützung bekommen würden. Dieser Besuch ist wirklich wichtig für uns hier, besonders nach der großen Zwangsmigration so vieler unserer Leute. Der Besuch bedeutet, dass wir nicht allein sind, und dass es Menschen gibt, die für uns beten. Das wird uns Hoffnung geben, es wird uns ermutigen, in unserem Land zu bleiben und es nicht zu verlassen.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Wenn ich die Gelegenheit habe, ihn zu treffen: Ich möchte ihm für seinen Besuch, der uns sehr glücklich macht, und für sein Gebet danken. Ich möchte mich auch bei ihm für alles bedanken, was uns in der letzten Zeit geholfen hat. Ich werde nie seine große Solidarität vergessen sowie die Geste, den Lamborghini zu versteigern (siehe Link zur Meldung), um mit diesem Geld den Wiederaufbau der Ninive-Ebene zu unterstützen. Ich möchte auch, dass er weiterhin für uns betet, damit im Irak Frieden einkehrt.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die historische Al-Tahira-Kirche zeigen und Bilder von Baghdida, ich möchte, dass er sieht, wie alles von ISIS zerstört wurde und welcher Kraft die Menschen hier es wiederaufgebaut haben.

What does the Pope’s visit mean to you?
The papal visit will lift up our spirits and morale more than anything else. All the eyes of the world will be on Baghdeda. And in this way the world will know what happened to this city. The terrible destruction and the forcible ethnic cleansing. It will also be a good thing if afterwards we get more support and help. This visit is really important to us, to those of us who are living here, especially after the massive ethnic cleansing and expulsion of so many of us. His visit means that we are not alone and that there are people who are praying for us. This will give us fresh hope and encourage us to persevere, here on our own soil, and not leave it.

What would you like to say to the Holy Father?
If I get the opportunity to meet him, I would like to be able to thank him for his visit, which has made us very happy, and for his prayers. I would also like to thank him for all he has done to help us in recent times. I have not forgotten his great gesture of solidarity in auctioning the Lamborghini in order to use the money to help pay for the reconstruction of our homes on the Niniveh plains. I would also like to ask him to continue praying for us and for peace to return to Iraq.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? Which places should he visit?
I would like to show him our historic Al-Tahira church, and some photos of Baghdeda. I’d like him to be able to see how it was destroyed by IS and how the people here have worked so hard recently to rebuild it once more.

Qu’est-ce que cette visite signifie pour vous ?

La visite du Pape est ce que nous désirions le plus ici. C’est une grande bénédiction. Nous avons un grand désir de le voir. Ce qui rajoute de l’importance à cette visite, c’est la situation de vulnérabilité que nous, chrétiens, subissons en Irak. Il y a plusieurs raisons à cette fragilité, toutes sont les séquelles de l’État Islamique. Toutes ces destructions ont grandement contribué à l’émigration des chrétiens. De nombreux problèmes pèsent sur nous. Mais par sa visite, le Pape nous donnera de l’espérance et de la confiance, il nous encouragera et réduira notre fardeau. Bien que la situation soit instable en Irak en ce qui concerne la sécurité, tout spécialement dans le domaine politique, on s’attend à ce qu’à l’arrivée du Pape, sa sécurité soit correctement assurée.

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Je voudrais lui demander de me donner sa bénédiction, de bénir mon travail et le dévouement des prêtres d’ici, et de bénir le peuple par ses prières. Je voudrais lui demander d’aider tous ceux qui sont en danger dans ce pays, qu’ils soient chrétiens ou musulmans. Qu’il tente de mobiliser les pays du monde entier pour soutenir ce pays qui a besoin d’aide.

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais qu’il visite l’église Al-Tahira, parce que c’est un symbole et un élément du patrimoine de Baghdeda. Cette église est la mère, le foyer et le patrimoine de chacun des habitants de Baghdeda. Nos ancêtres ont construit cette église, nous avons tous le sentiment d’en faire partie. Bien sûr, nous serions heureux qu’il visite de nombreux endroits, des églises, monastères et maisons traditionnelles, et qu’il rencontre également beaucoup de gens qui ont le désir de le voir.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita del Papa es lo que más hemos deseado aquí. Es una gran bendición. Sentimos un gran anhelo de verlo. Lo que agrega importancia a esta visita son las condiciones tan vulnerables que sufrimos los cristianos en Irak. Hay varios motivos para esa fragilidad, todas las secuelas que ha dejado el ISIS, esa enorme destrucción ha llevado en gran medida a la emigración de cristianos. Muchos problemas pesan sobre nosotros. Pero cuando nos visite, nos dará esperanza, confianza y aliento y reducirá esta carga. Además del hecho de que la situación de seguridad en Irak, especialmente la política, es inestable, se espera que a la llegada del Papa se garantice su seguridad de manera correcta.

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Querría pedirle que me dé su bendición, que bendiga mi servicio y la entrega de los sacerdotes aquí y que bendiga al pueblo a través de sus plegarias. Le pido que ayude a todos los que están en peligro en este país, ya sean cristianos o musulmanes. Que intente movilizar a los países del mundo para que apoyen a este país que necesita ayuda.

 ¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda / Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me encantaría que visite la iglesia Al-Tahira, porque es símbolo y patrimonio de Baghdeda. Esta iglesia es madre, hogar y herencia de cada uno de los habitantes de Baghdeda. Nuestros antepasados ​​construyeron esta iglesia, todos nos sentimos parte de ella. Ciertamente, nos alegraría que visitara muchos lugares, iglesias, monasterios y casas tradicionales,  también que vea a muchas personas que anhelan verlo.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch des Papstes ist das, was wir uns hier am meisten gewünscht haben. Es ist ein großer Segen. Wir spüren eine starke Sehnsucht, ihn zu sehen. Was diesen Besuch noch wichtiger macht, sind die äußerst prekären Bedingungen, unter denen wir Christen im Irak leiden. Es gibt mehrere Gründe für diese Zerbrechlichkeit. All die Folgen, die ISIS hinterlassen hat, diese enorme Zerstörung hat in großem Maße zur Auswanderung von Christen geführt. Viele Probleme lasten auf uns. Aber wenn er uns besucht, wird er uns Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung geben und diese Last verringern. Auch wenn die Sicherheitslage im Irak, insbesondere die politische Situation, instabil ist, hoffen wir, dass bei der Ankunft des Papstes seine Sicherheit ausreichend gewährleistet ist.

 

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Ich möchte ihn bitten, mir seinen Segen zu geben, meinen Dienst und die Hingabe der Priester hier zu segnen und die Menschen durch seine Gebete zu segnen. Ich bitte ihn, all jenen zu helfen, die in diesem Land in Gefahr sind, ob sie nun Christen oder Muslime sind; und die Länder der Welt zu mobilisieren, um dieses Land, das Hilfe braucht, zu unterstützen.

Was möchten Sie ihm in Baghdida / Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte, dass er die Al-Tahira-Kirche besucht, denn sie ist ein Symbol und Erbe von Baghdida. Diese Kirche ist die Mutter, die Heimat und das Vermächtnis eines jeden einzelnen Menschen in Baghdida. Unsere Vorfahren haben diese Kirche erbaut, wir alle fühlen uns als Teil von ihr. Sicherlich würden wir uns freuen, wenn er viele Orte, Kirchen, Klöster und traditionelle Häuser besuchen würde, und auch, wenn er viele Menschen treffen würde, die sich danach sehnen, ihn zu sehen.

What does the visit mean to you?
The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq. There are many reasons for this vulnerability, including the aftermath of what IS left behind, the enormous destruction which has led in such large measure to the emigration of the Christians. There are many problems weighing on us. But when he comes to visit us, he will give us new hope and confidence and some relief from this burden. In addition there is the fact that the security situation in Iraq, and especially the political situation, is so unstable, so we are hoping that when the Pope does arrive they will guarantee his security in the way that they should.

 

What would you like to say to the Holy Father?
I would like to ask him to give me his blessing, to bless my ministry and the hard work of all the priests here, and also to bless all the people through his prayers. I would ask him to help all those in danger in this country, whether they are Christians or Muslims. And that he might strive to encourage the countries of the world to support this nation, which is truly in need.

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places ought he to visit?
I would love him to visit the Al-Tahira church, because it is a symbol and a rich cultural legacy of Baghdeda. This church is the mother, the home and the inheritance of every one of the inhabitants of Baghdeda. Our forefathers built this church, and we all feel we are a part of it. Of course, we would be happy for him to visit many different places – churches, monasteries and traditional homes – and also for him to be able to meet all the many people who are longing to see him.

Que signifie pour vous cette visite ?

Elle a une valeur morale, et non pas économique. Cette question occupera l’opinion publique mondiale, et tout spécialement irakienne. J’ai l’impression d’y tenir une place importante.

 

Qu’aimeriez-vous dire au Saint-Père ?

Ce sera formidable de faire sa connaissance, et je voudrais lui dire : « Nous avons besoin d’une protection internationale parce que notre communauté chrétienne a subi une migration forcée ».

Qu’aimeriez-vous lui montrer à Qaraqosh/Baghdeda ? Que devrait-il visiter ?

J’aimerais lui montrer les églises et les maisons brûlées, afin qu’il voie les dégâts que l’État Islamique a laissés derrière lui dans cette ville. Et aussi notre Musée du patrimoine de Baghdeda pour lui présenter notre histoire et notre culture.

¿Qué significa la visita para usted?
La visita tiene un valor moral, no económico. Este tema ocupará la opinión pública en el mundo y especialmente en Irak. Siento que tengo un lugar importante en él.

 

¿Qué le gustaría decirle al santo padre?
Será genial conocerlo y querría decirle “necesitamos protección internacional, porque nuestra comunidad cristiana ha sufrido una migración forzada”.

¿Qué le gustaría mostrarle en Baghdeda /Qaraqosh? ¿Qué debería visitar?
Me gustaría mostrarle las iglesias y las casas quemadas, para que vea el daño que dejó ISIS en esta ciudad. Y también nuestro Museo del patrimonio de Baghdeda para presentarle nuestro historia y cultura.

Was bedeutet der Besuch für Sie?
Der Besuch hat einen moralischen Wert, keinen wirtschaftlichen. Er wird die öffentliche Meinung in der Welt und insbesondere im Irak beherrschen. Ich habe das Gefühl, dass ich einen wichtigen Anteil daran habe.

Was würden Sie dem Heiligen Vater gerne sagen?
Es wird großartig sein, ihn zu treffen, und ich möchte ihm sagen: „Wir brauchen internationalen Schutz, weil unsere christliche Gemeinschaft unter der erzwungenen Auswanderung gelitten hat“.

Was möchten Sie ihm in Baghdida /Karakosch zeigen? Was sollte er besuchen?
Ich möchte ihm die Kirchen und ausgebrannten Häuser zeigen, damit er den Schaden sieht, den ISIS in dieser Stadt angerichtet hat. Und auch unser Heimatmuseum in Baghdida, um ihm unsere Geschichte und Kultur näher zu bringen.

What does this visit mean to you?
This visit has a moral value rather than an economic one. This is a topic that will engage public opinion around the world and especially in Iraq. I feel as though I have an important part to play in it.

What would you like to say to the Holy Father?

It would be wonderful to be able to meet him, and I would like to be able to say to him, “We need international protection, because our Christian community was forcibly displaced.”

What would you like to show him in Qaraqosh/ Baghdeda? What places should he visit?
I would like to be able to show him the churches and houses that were burnt out, so that he could see the destruction left behind by IS in this city. And also our Baghdeda Heritage Museum, so that we can show him our history and culture.