Im Rahmen einer Konferenz über die Christenverfolgung im Nahen Osten, die am Dienstag, den 5. Dezember, im Europäischen Parlament in Brüssel von ACN mitorganisiert wurde, nutzte Mark Riedemann die Gelegenheit, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, den Apostolischen Administrator des lateinischen Patriarchats von Jerusalem, zu interviewen. In einem beispiellosen Schritt kündigte Präsident Donald Trump am Mittwoch, den 6. Dezember an, dass die USA Jerusalem als offizielle Hauptstadt Israels anerkennen. Dies ist ein Auszug aus einem Fernsehinterview über den Stand der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern und die möglichen Auswirkungen der Entscheidung von Präsident Trump.

 ACN: Die Verhandlungen zwischen Palästina und Israel stehen still. Was ist die Vision, beziehungsweise was ist der Mangel an Vision? Warum kommen die Dinge nicht voran?

 Der Stand der Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern ist momentan sehr frustrierend. Die Knackpunkte sind klar: Die Grenzen, der Status der Flüchtlinge und Jerusalem. Wenn es hier keine Übereinstimmung gibt, liegt es sicher nicht daran, dass darüber nicht genug diskutiert wurde. Ich glaube, es ist das seit 50 Jahren weltweit am meisten diskutierten Thema… Es fehlt einfach an gutem Willen. Israelis und Palästinenser sind nicht kompromissbereit. Theoretisch sind sie es – aber nicht in der Praxis. Theoretisch mögen ja beide Gruppen bereit sein zu akzeptieren, dass sie Kompromisse eingehen müssen, aber sie akzeptieren nicht, worüber sie einen Kompromiss eingehen sollen – schon gar nicht über Jerusalem. Keiner ist bereit, sich über Jerusalem zu einigen. Das ist sehr frustrierend und unsere Leute sind dieser ewigen Verhandlungen müde. Sie glauben nicht mehr daran, dass nach so langer Zeit und so vielen Misserfolgen noch irgendetwas Positives herauskommt. Das ist sehr traurig. Ich weiß nicht, wie viele Intifadas, Gewaltakte, Kriege diese Land durchgemacht hat. Ich denke an die Situation im Gazastreifen, aber nicht nur an die angespannte Lage dort… Die Menschen sind all dessen müde und glauben nicht mehr an einen Erfolg. Es ist ein Teufelskreis. Denn wenn die Menschen nicht mehr an den Erfolg glauben, werden die Politiker nicht mehr dazu angestoßen, etwas zu tun.“

 ACN: Sie sagen, Jerusalem sei der Knackpunkt in den Verhandlungen. Warum?

 Jerusalem ist für alle die Heilige Stadt. Sie ist das Herz ihres Glaubens. Wenn man nicht versteht, dass im Nahen Osten, in den arabischen Ländern wie in Israel, Religion ein Teil der Identität ist, versteht man den Nahen Osten nicht. Und für diese religiösen Identität spielt Jerusalem eine zentrale Rolle. So lange die Religionsgemeinschaften keinen Ansatz verfolgen, der die jeweils anderen miteinschließt, ist es nahezu unmöglich, sich in der Jerusalemfrage zu einigen.

ACN: Präsident Trump denkt darüber nach, dass Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkannt wird …

Ich glaube, dass eine solche Entscheidung ein großes Problem herbeiführen wird, eine wahre Explosion in der arabischen Welt, besonders in den muslimischen Ländern. Jerusalem sollte am Ende der Verhandlungen stehen und nicht am Anfang. Und jede einseitige Entscheidung wird mehr Frustration und Zorn erzeugen. Ich fürchte, dass die Gewalt zunimmt. Ich denke nicht, dass es klug ist, das Problem auf diese Weise anzugehen.

Bischof Noel Emmanuel aus der Diözese Trincomalee im östlichen Sri Lanka besuchte die Geschäftsstelle von Kirche in Not (ACN International), einer Stiftung päpstlichen Rechts in Deutschland. Im Mai 2009 war ein 25 Jahre währender Bürgerkrieg in Sri Lanka offiziell für beendet erklärt worden. Aufständische tamilische Separatisten, weitgehend Hindus, unterlagen der Inselregierung, die die singhalesische und weitgehend buddhistische Mehrheit repräsentiert. Die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) forderten eine größere politische Autonomie in den östlichen und nördlichen Provinzen, in denen die Mehrheit der tamilischen Bevölkerung lebt. In einem Gespräch mit Esther Gaitan-Fuertes beklagt Bischof Emmanuel das mangelnde Interesse der Regierung Sri Lankas, sich nach Jahrzehnten des Bürgerkriegs für die Versöhnung einzusetzen. Er verlieh ebenfalls seiner Sorge über die Feindseligkeit der Fundamentalisten gegenüber Christen und anderen Minderheiten Ausdruck.

ACN: Wie ist die Situation der Menschen in Sri Lanka heute?

Bischof Noel Emmanuel: Sri Lanka hat wirtschaftliche Schwierigkeiten. Unsere Haupteinnahmequelle ist der Tourismus. Besonders unter den Jugendlichen ist die Arbeitslosenquote hoch. Hochschulabgänger protestieren, weil deren berufliche Aussichten sehr schlecht sind. In der Vergangenheit hatte Sri Lanka eine hohe Migrationsrate, die inzwischen jedoch zurückgegangen ist. Einer der Gründe dafür ist, dass Migranten aus Sri Lanka, besonders Frauen, die im Ausland arbeiteten, sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben. Außerdem waren die Kinder, die die Eltern zurückgelassen hatten, besonders wenn auch die Mütter ins Ausland gegangen waren, häufigen Belästigungen oder sogar Missbrauch ausgesetzt.

Ihre Diözese befindet sich im östlichen Teil des Landes, in dem es eine tamilische Bevölkerungsmehrheit gibt. Wie ist die spezielle Situation dort?

In der östlichen Region ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch, und wir haben das immer noch ungelöste Problem der heimatvertriebenen Menschen. Nach dem Ende des Krieges wurde das besetzte Land nicht an die Eigentümer zurückgegeben. Das Militär verweigert die Rückgabe, weil es dieses Land wirtschaftlich nutzt und Hotels, Restaurants usw. darauf errichtet worden sind. Der neue Präsident konnte jedoch auch gegen den Willen des Militärs umfangreiche Wiederansiedlungsmaßnahmen durchführen.

Der östliche Teil von Sri Lanka umfasst 3 Bezirke, die bis Juli 2012 in einer Diözese vereint waren, die dann jedoch zweigeteilt wurde: die Diözese Batticaloa beinhaltet die Bezirke Batticaloa und Ampara, in der die Mehrheit der Gläubigen tamilisch ist; die Diözese Trincomalee ist zuständig für den gleichnamigen Bezirk, in dem es sowohl tamilische als auch singhalesische Gläubige gibt.

Hat es nach so vielen Jahren des Bürgerkriegs einen Versöhnungsprozess in Sri Lanka gegeben?

Eigentlich hat es keinen ernsthaften Versöhnungsprozess nach dem Krieg gegeben, denn die Sieger des Bürgerkriegs sahen keinen entsprechenden Bedarf. Sie hatten gewonnen und hatten jetzt die Kontrolle – das war’s. Sie sehen Sri Lanka als eine buddhistische singhalesische Nation und sind an einer Versöhnung mit anderen Gruppen nicht interessiert. Nach einem so langen Krieg wollten sie nicht noch einmal etwas Ähnliches erleben. Die überlebenden Mitglieder der LTTE mussten sich einem Rehabilitationsprogramm unterziehen, sie werden ständig überwacht und müssen von Zeit zu Zeit bei den Behörden vorstellig werden. Sie haben aktuell eine politische Gruppierung gebildet, um ihre Rechte vor der Regierung zu verteidigen.

Auf der anderen Seite haben wir immer noch das Problem der heimatvertriebenen Menschen, deren Land vom Militär besetzt wurde. Wegen dieser Tatsache protestieren immer noch Menschen gegen die Regierung und das Militär. Nach dem Regierungswechsel im Jahr 2015 hatten wir etwas mehr Hoffnung. Aber aufgrund des korrupten Systems konnte der neue Präsident keine Veränderungen bringen.

Wie ist die Position der Kirche in diesem politischen Umfeld?

Die Kirche unterhält gute Beziehungen zur Regierung. Es gibt sogar einen katholischen Minister für christliche Angelegenheiten, mit dem wir uns gelegentlich treffen, um unsere Themen zu besprechen. Da bei diesen Treffen Regierungsvertreter anwesend sind, können Entscheidungen sehr einfach getroffen werden. Der Minister für christliche Angelegenheiten trifft die Bischöfe während der Bischofskonferenz, wir werden also relativ gut unterstützt.

Es gibt auf der einen Seite einige Regierungsangehörige mit einer sehr positiven Einstellung; auf der anderen Seite haben wir jedoch das Problem der buddhistischen Fundamentalisten, die der Meinung sind, dass Sri Lanka eine rein buddhistische Nation sein sollte. Sie versuchen, die nördlichen und östlichen Gebiete mit tamilischer Bevölkerungsmehrheit zu kolonialisieren und damit sicherzustellen, dass es Singhalesen in diesen Regionen gibt.

Sind diese buddhistischen Fundamentalisten besonders aggressiv gegenüber Christen?

Die Fundamentalisten sehen das Christentum als Bedrohung, weil es unter den Christen beide ethnischen Gruppen (Tamilen und Singhalesen) gibt, während die Muslime und Hindus tamilisch sind und die Buddhisten singhalesisch.

Im Norden versuchen diese Fundamentalisten, die tamilische Kultur und Tradition dadurch zu zerstören, dass sie Alkohol, Drogen und sogar Prostitution einführen und so die Jugendlichen aus dem Gleichgewicht bringen. Die Schüler und Schülerinnen im Norden hatten landesweit die besten Noten; inzwischen haben sich ihre Leistungen verschlechtert. Die Fundamentalisten werden sogar von der Regierung wirtschaftlich unterstützt: nach dem, was durch die terroristische Bewegung der LTTE geschehen war, möchte man keine Gegenden mehr haben, in denen zu 100 % tamilische Hindus leben. Um also ähnliche Situationen zu vermeiden, wird die Ansiedlung von Muslimen und Singhalesen im Norden und Osten unterstützt. Dies geschieht auch in meiner Diözese: die Regierung übt Druck auf die örtlichen Behörden aus, damit kein Land an Tamilen vergeben wird, sondern an Singhalesen aus dem Süden.

Wie ist die gegenwärtige Situation der Kirche in Trincomalee?

Wir haben insgesamt 15 Gemeinden, in denen die Gläubigen von 36 einheimischen Priestern und 10 Ordensgemeinschaften betreut werden; Missionare gibt es bei uns nicht mehr. Unter den Katholiken bilden die Singhalesen eine Minderheit: Singhalesische Gemeinschaften gibt es nur in 3 Gemeinden.

Bei der Ernennung von Pfarrern müssen wir berücksichtigen, in welcher Gemeinde sie eingesetzt werden. In den 3 eben genannten Gemeinden muss der Pfarrer sowohl singhalesisch als auch tamilisch sprechen können. Die Messen werden entweder zweisprachig gehalten oder in einer der beiden Sprachen, abhängig von der Zahl der Gläubigen, die jeder Messe beiwohnen. Ganz allgemein ist die finanzielle Situation der Diözese schwierig. Beschädigte Kirchen müssen repariert oder neue Kirchen müssen gebaut werden, es müssen neue Gemeinden eingerichtet werden, und für all das haben wir nur sehr begrenzte Mittel.

Welche sind die größten Herausforderungen in Ihrer Diözese?

Unsere größte Herausforderung ist die Bildung. Die Katholiken sind eine Minderheit. Für die Bildung zuständig sind aber muslimische und hinduistische Tamilen, so dass die guten Lehrer den muslimischen und hinduistischen Schulen zugewiesen werden. Es gibt 8 staatlich geleitete katholische Schulen mit kirchlichem Personal. Ich habe ein Forum mit allen katholischen Schulleitern ins Leben gerufen; wir halten regelmäßige Treffen ab, um uns über Schwierigkeiten und Lösungen auszutauschen, wie z. B. Klassen mit zusätzlichem Unterricht für christliche Schüler und Seminare zur Unterstützung katholischer Schulen.

Eine weitere Herausforderung insbesondere in einer weiter entfernten Gemeinde, in der es mehr Singhalesen gibt, stellen zwei fundamentalistische buddhistische Mönche dar. Viele Familien sind gemischt, also sowohl katholisch als auch buddhistisch. Sie werden dann von diesen Mönchen in ihren Tempel eingeladen und von ihnen mit Waren beschenkt als ein Versuch, sie für sich zu gewinnen. Diese Mönche werden von ebenfalls buddhistischen Armeeoffizieren unterstützt.

Eine Weiterentwicklung, Rehabilitation und Versöhnung wird nicht möglich sein, solange Sri Lanka bei dieser Haltung bleibt. Die katholische Kirche setzt sich jedoch immer für Versöhnung und Frieden ein.

In den letzten Jahren hat ACN die Diözese Trincomalee bei der Fertigstellung eines katechetischen Zentrums unterstützt, bei der Anschaffung eines neuen Fahrzeugs für seelsorgerische Zwecke, sowie bei der Ausbildung tamilischer und singhalesischer Katecheten. Im Auftrag der Kirche in Sri Lanka richtete Bischof Noel Emmanuel ein herzliches Dankeswort an alle Freunde und Spender von ACN. “Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung durch ACN und die Gebete für die Menschen in Sri Lanka während unseres jahrzehntelangen Bürgerkriegs”, sagte er. “Die Unterstützung durch Kirche in Not ist eine große Hilfe für unsere Diözese… Wir beten für Sie, denn obwohl Sie uns nicht persönlich kennen, unterstützen Sie uns trotzdem bereitwillig und tatkräftig, sowohl finanziell als auch durch Ihre Gebete. Vielen Dank und Gott segne Sie.”

Papst Franziskus wird vom 27. bis zum 30. November Myanmar besuchen. Obwohl Katholiken in dem Land nur eine Minderheit von 5 Prozent unter mehr als 87 Prozent Buddhisten bilden, werden für die heilige Messe, die der Papst am 29. November im Kyaikkasan Stadion in Rangun feiern wird, 300.000 Teilnehmer aus allen 16 Diözesen des Landes erwartet.

Auch unter Nichtchristen sind die Erwartungen an den Papstbesuch hoch. Die Päpstliche Stiftung „Aid to the Church in Need“ hat mit Bischof John Hsane Hgyi von Pathein über die Bedeutung des Papstbesuches für das im Umbruch befindliche Land gesprochen, das bis 2011 einer Militärregierung unterstand.

ACN: Wie würden Sie die gegenwärtige Situation der christlichen Minderheit in Myanmar beschreiben?

Bischof John Hsane Hgyi: In Myanmar machen die Christen etwa 5 Prozent der 51 Millionen zählenden Gesamtbevölkerung aus. Sie bilden nur eine kleine Minderheit unter der Mehrheit der Theravada Buddhisten. Obwohl die Anzahl der Christen prozentual sehr gering ist, ist die christliche Präsenz in Myanmar dynamisch, mit soliden Strukturen und Institutionen.

Was bedeutet das für die Katholische Kirche im Einzelnen?

Die katholische Kirche in Myanmar besteht aus 16 Diözesen, die auf die 14 Staaten und Regionen des Landes verteilt sind. Sie ist unter allen acht großen ethnischen Gruppen des Landes vertreten. Die Ankunft des Christentums begann mit der Entdeckung der „Neuen Welt“ durch europäische Abenteurer im 16. Jahrhundert. Die gut organisierte Missionierung begann erst im 18. Jahrhundert. Später unter der Militärdiktatur, die von 1962 bis 2010 andauerte, erlitt die Kirche in Myanmar schere Repressionen. Obgleich die Kirche mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, wächst sie und zählt zur Zeit rund 700.000 Gläubige.

Welche Erwartungen oder welche Hoffnungen verbinden Sie mit dem Besuch von Papst Franziskus?

Der Apostolische Besuch von Papst Franziskus in Myanmar ist ein sehr bedeutungsvolles und freudiges Ereignis; es ist ein historischer Besuch, der erste Besuch des Nachfolgers Petri in diesem Land überhaupt. Nicht nur die Katholische Kirche, sondern die ganze Nation ist überrascht und freudig erregt. Das Motto des Papstbesuchs lautet Liebe und Frieden! Alle erwarten Frieden und Versöhnung in diesem Land, das sich in der Übergangszeit zur Demokratisierung befindet und dabei ist, eine neue Nation in Myanmar aufzubauen. Der Besuch von Papst Franziskus wird großen Einfluss auf den Friedensprozess haben, der von der Regierung, den religiösen Führern und den Organisationen der Zivilgesellschaft gestartet wurde.

Ist der Papstbesuch ein Thema in den Medien?

Seit der offiziellen Ankündigung in der letzten Augustwoche ist der Besuch von Papst Franziskus in den lokalen Medien zu einem beliebten Thema geworden. Alle Details der geplanten Aktivitäten werden in den Medien veröffentlicht, auch von Radio Veritas Asia Myanmar Services –  sowohl im Radio als auch im Internet.

Könnten Sie uns eine schöne Geschichte darüber erzählen, wie die Ankündigung des Besuchs von Papst Franziskus von den Katholiken aufgenommen wurde?

Für den Papstbesuch in Myanmar wurden in der Diözese Pathein Gebetskarten zur Verteilung vorbereitet. An dem Tag, an dem der Besuch von Papst Franziskus offiziell angekündigt wurde, gab es sie in allen Pfarreien, Ordenshäusern und dem Ausbildungshaus der Diözese Pathein. Alle fingen an, mit großer innerer Bewegung zu beten, sowohl einzeln als auch in der Gemeinschaft.

Welchen Beitrag kann die Katholische Kirche zur friedlichen Entwicklung Myanmars leisten?

Das Motto des Papstbesuchs ist Liebe und Frieden in Myanmar. „Frieden ist möglich und Frieden ist der einzige Weg“ wurde zum Wahlspruch der Kirche in Myanmar für die interreligiöse Konferenz, die im April 2017 in Rangun stattfand. Die Katholische Kirche in Myanmar ist aufgefordert, eine führende Rolle in dem Prozess der Bildung der Nation und der nationalen Versöhnung zu übernehmen. Der Papstbesuch wird die Rolle der Katholischen Kirche in Myanmar für die friedliche Entwicklung des Landes hervorheben.

Was sind die größten pastoralen Herausforderungen für die Katholische Kirche Ihres Landes?

Die Mehrheit unserer katholischen Gläubigen lebt in ländlichen und entlegenen Gebieten, da die meisten Menschen in Myanmar nicht in Städten leben. Es gibt noch immer Katholiken in schwer erreichbaren abgelegenen Regionen, denen geeignete Transportmittel fehlen. Viele jüngere Kinder verlassen die Schule und es fehlt ihnen der Zugang zu guter Bildung. Aus diesem Grund gibt es Probleme mit der Nahrungsmittelversorgung, was zu Migration und zum Menschenhandel geführt hat. Die Entwicklung der ländlichen Gebiete muss mit gemeinsamen Anstrengungen angegangen werden. Glaubensunterweisung und ernsthafte Seelsorge für die Katholiken können schwierig sein. In einigen Gebieten gibt es noch immer ungelöste bewaffnete Konflikte, und unter diesen Umständen Seelsorge anzubieten ist immer eine Herausforderung.

HIER KÖNNEN SIE MEHR ÜBER Aid to the Church in Need ERFAHREN: http://www.churchinneed.org
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ÜBER UNS

Gegründet im Jahr 1947 als katholische Hilfsorganisation für Kriegsflüchtlinge und seit 2011 als päpstliche Stiftung anerkannt, widmet sich ACN dem Dienst an den Christen auf der ganzen Welt und hilft ihnen durch Information, Gebet und Handeln, wo immer sie verfolgt oder unterdrückt werden oder leiden müssen. ACN unterstützt jedes Jahr durchschnittlich 5000 Projekte in knapp 150 Ländern. Diese Hilfe wird dank privater Spenden realisiert, da die Stiftung keine öffentliche Förderung erhält.