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Ein Zeichen gegen Christenverfolgung und Verstöße gegen die Religionsfreiheit

Im November werden Hunderte von Kathedralen, Kirchen, Denkmäler und öffentliche Gebäude auf der ganzen Welt mit rotem Licht angestrahlt werden. Dies ist Teil einer internationalen Kampagne mit dem Ziel, auf die Verfolgung von Christen und die Bedeutung der Religionsfreiheit aufmerksam zu machen.

Das internationale katholische Hilfswerk Aid to the Church in Need (ACN) hat die #RedWeek-Kampagne, die sich inzwischen in vielen Ländern der Welt verbreitet hat, im Jahr 2015 ins Leben gerufen.

Laut dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit – Bericht 2021“ leben zwei Drittel der Weltbevölkerung in Ländern, in denen das Recht auf Religionsfreiheit ernsthaft verletzt wird. Die Zahlen steigen stetig. Momentan kommen solche Verstöße beispielsweise in 42 % aller afrikanischen Länder vor: Burkina Faso und Mosambik sind nur zwei besonders dramatische Fälle.

In diesem Jahr wird die #RedWeek-Kampagne besondere Aufmerksamkeit darauf lenken, wie Mädchen und Frauen aus christlichen und anderen religiösen Minderheiten unter Entführung, Zwangsheirat, Zwangskonvertierung und sexueller Gewalt leiden.

Laut Thomas Heine-Geldern, Geschäftsführender Präsident von ACN, sendet die Kampagne „eine klare Botschaft der Solidarität an verfolgte Christen in der ganzen Welt“.  Sie ist „ein Weg, unseren Projektpartnern eine Stimme zu geben – denjenigen, die auf tragische Weise von den Konsequenzen der Verfolgung gezeichnet sind“.

„Für uns“, so fährt er fort, „ist die freie Religionsausübung einer der Grundpfeiler der liberalen Demokratie. Jede Form der Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit ist entschieden abzulehnen“.

Die „Red Week“ findet in diesem Jahr vom 17. bis 24. November statt und beginnt in Österreich mit einer Veranstaltung im Wiener Stephansdom, gefolgt von Events in weiteren Ländern. Eine lange Liste von Gebäuden wird rot beleuchtet werden, darunter die Kathedralen von Montreal und Toronto in Kanada, die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre in Paris und wichtige Gebäude in der Slowakei; in Australien wollen Schulen in sechs Diözesen ihre Gebäude in rotes Licht tauchen und in Belgien werden die Teilnehmer an der „Red Week“ Kerzen für verfolgte Christen anzünden.

Verfolgte Menschen sind oft nicht in der Lage, für sich selbst zu sprechen. In diesem Jahr wird ein von ACN UK erstellter Bericht jungen Frauen, die sexueller Gewalt und Zwangskonvertierung ausgesetzt sind, eine Stimme geben. Der Bericht trägt den Titel “Hear Her Cries – The kidnapping, forced conversion and sexual victimisation of Christian women and girls” (Hört ihre Schreie – Die Entführung, Zwangskonversion und sexuelle Schikanierung christlicher Frauen und Mädchen). Der Bericht wird am #RedWednesday, dem 24. November, im britischen Parlament in Westminster vorgestellt. An diesem Tag wird zudem das Gebäude des „Foreign, Commonwealth and Development Office“ (das britisches Außenministerium) rot beleuchtet sein.

Weltweit werden Christen zusammenkommen, um für verfolgte Brüder und Schwestern zu beten, um für das Recht auf Religionsfreiheit einzutreten und für diejenigen in die Kirche zu gehen, die nicht in der Lage sind, dies selbst zu tun.

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