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Neuer ACN-Bericht: Christenverfolgung hat sich weltweit verschärft

Laut einem heute veröffentlichten Bericht leiden Christen in der ganzen Welt unter steigender Gewalt, Diskriminierung und anderen Verletzungen der Menschenrechte.

Am Dienstag, den 22. Oktober hat das katholische Hilfswerk Aid to the Church in Need (ACN) den Bericht Verfolgt und vergessen? Ein Bericht über Christen, die ihres Glaubens wegen unterdrückt werden veröffentlicht, und hervorgehoben, dass die Christenverfolgung in den meisten beobachteten Ländern signifikant schlimmer geworden ist.

Der Bericht Verfolgt und vergessen? liefert globale und regionale Analysen, indem er die Lage der Christen in 18 besonders besorgniserregenden Ländern – von Nicaragua in Lateinamerika über Burkina Faso in Westafrika bis Myanmar im Fernen Osten – im Zeitraum von Sommer 2022 bis Sommer 2024 untersucht.

Der Bericht legt dar, dass der militante Islam für die zunehmende Verfolgung in den sechs untersuchten afrikanischen Ländern verantwortlich ist, und weist darauf hin, dass sich „das Epizentrum der militanten islamistischen Gewalt vom Nahen Osten nach Afrika verlagert“ hat. Weiter wird erläutert: „Die durch militante islamistische Angriffe ausgelöste Massenmigration christlicher Gemeinschaften hat diese destabilisiert und entrechtet und wirft Fragen zum langfristigen Überleben der Kirche in afrikanischen Schlüsselregionen auf.“

Zu den Ländern, in denen die Verfolgung und Unterdrückung von Christen zugenommen hat, gehören Weltmächte wie China und Indien ebenso wie Nigeria, das bevölkerungsreichste Land Afrikas.

Zum ersten Mal in der 18-jährigen Geschichte des Berichts wird Nicaragua aufgrund der extremen Unterdrückungsmaßnahmen gegen Christen, insbesondere der Massenverhaftung und Ausweisung von Geistlichen, erwähnt. Der Bericht enthält Zeugenaussagen von Überlebenden antichristlicher Angriffe aus erster Hand sowie Details zu Vorfällen, die auf Informationen von ACN-Kontakten vor Ort beruhen.

Zu den wiederkehrenden Themen des Berichts gehören die Vertreibung christlicher Gemeinschaften nach Angriffen extremistischer Gruppen, die Zwangsverheiratung und
-konvertierung christlicher Frauen und Mädchen sowie die Entführung und Einschüchterung von Priestern und die Veröffentlichung abwertender Inhalte über das Christentum in Schulbüchern.

Weitere besonders hervorzuhebende Ergebnisse des ACN-Berichts sind die Zunahme gewalttätiger, durch Blasphemievorwürfe ausgelöste Angriffe auf Christen in Pakistan sowie die Inhaftierung von mehr als 850 Personen in Indien aufgrund von Anti-Konversionsgesetzen.

Die Verfolgung von Christen wurde sowohl von staatlichen als auch von nichtstaatlichen Akteuren wie terroristischen Organisationen, anderen religiösen Extremistengruppen und kriminellen Banden verübt. In dem Bericht heißt es: „Autoritäre Regime, darunter jene in China, Eritrea, Indien und Iran, verschärften die repressiven Maßnahmen gegen Christen. Dies geschieht entweder im Namen des religiösen Nationalismus oder des staatlichen Säkularismus/Kommunismus. Zu den Restriktionen gehören härtere Strafen für angebliche Beleidigungen der Staatsideologie, die Beschlagnahmung von Gotteshäusern, vermehrte Verhaftungen von Geistlichen und Laien sowie längere Haftzeiten.“

Vietnam ist das einzige im Bericht erwähnte Land, in dem eine leichte Verbesserung festgestellt wurde, vor allem, da „Schritte zur Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen“ mit dem Vatikan unternommen wurden.

 

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