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#RedWeek 2020 – Eine Zeit des Nachdenkens und der Solidarität mit der verfolgten Kirche

Am Mittwoch, dem 25. November (#RedWednesday), ging die #RedWeek zu Ende, eine internationale Woche der Aufmerksamkeit für die Verfolgung von Christen auf der ganzen Welt und für Fragen der Religionsfreiheit. Diese Aktion wird vom internationalen Hilfswerk Aid to the Church in Need (ACN) gefördert.

In Australien, Kanada, Kolumbien, Brasilien, der Tschechischen Republik, Polen, den Niederlanden, Österreich, der Slowakei, den Philippinen, Irland und dem Vereinigten Königreich, um nur einige Länder zu nennen, wurden in dieser Woche Hunderte von Gebäuden rot beleuchtet. Dazu gehörten die Kathedralen von Montreal und Toronto (Kanada), von Manila (Philippinen), von Armagh (Irland), die Elisabeth-Brücke in Budapest (Ungarn), die Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes und die Burg in Bratislava (Slowakei) oder die Christus-Erlöser-Statue in Rio de Janeiro (Brasilien).

Allein in den Niederlanden waren 119 Gebäude an der Aktion beteiligt, mehr als doppelt so viele wie im Jahr zuvor. Peter Broeders, Direktor von ACN in den Niederlanden, erklärte, dass die Zahlen „eine wachsende Besorgnis darüber widerspiegeln, was wir auf der ganzen Welt sehen“, wo „autoritäre Regierungen, terroristische und radikale Gruppen religiöse Minderheiten angreifen“ und „die Zahl der Menschen, die wegen ihres Glaubens diskriminiert, verfolgt und inhaftiert werden, wächst“.

Aus diesem Grund veröffentlichte ACN dieses Jahr in mehreren Ländern der Welt den vom britischen Büro des Hilfswerkes vorbereiteten Bericht „Set Your Captives Free“, um die Aufmerksamkeit auf zu Unrecht inhaftierte Christen zu lenken. Während der Auftaktveranstaltung des Berichts in England gab Maira Shahbaz, ein 14-jähriges christliches Mädchen, dessen Fall in dem Bericht behandelt wird, ein Videozeugnis aus Pakistan ab. Maira beschrieb, wie sie entführt, gewaltsam bekehrt und gezwungen wurde, gegen ihren Willen zu heiraten, und wie sie „erpresst, gefoltert und missbraucht“ wurde. Nachdem sie ihrem Geiselnehmer entkommen ist, lebt sie nun an einem geheimen Ort. „Unser Leben, meins und das meiner Familie, ist in Pakistan in Gefahr. Wir erhalten ständig Morddrohungen. Wir sind äußerst ängstlich und um unsere Sicherheit besorgt.“

In Kanada sprach James Channan, ein Priester aus Pakistan und Direktor des Friedenszentrums in Lahore, ebenfalls über die Diskriminierung, der Christen in seinem Land ausgesetzt sind: „Wir gehören zu den ärmsten Schichten“, erinnerte er sich. „Sehr oft werden wir von den Behörden und an unseren Arbeitsplätzen diskriminiert. Pater Channan sprach auch über das Blasphemiegesetz, ein wahres Damoklesschwert über den Köpfen der Christen. „Diese Furcht, der Blasphemie beschuldigt zu werden, ist unter Christen immer noch vorhanden.“

In verschiedenen Ländern wurde bei der #RedWeek zudem auf die besorgniserregende Lage der Christen in Nigeria aufmerksam gemacht. Erzbischof Ignatius Kaigama von Abuja bat um Gebete für Pater Dajo Matthew, der erst zwei Tage zuvor entführt worden war, und erinnerte an viele andere Opfer der Entführung unter den Mitgliedern der christlichen Gemeinde. Er hob den Fall der von der Terroristengruppe Boko Haram entführten Leah Sharibu hervor, der auch in dem vorgelegten Bericht enthalten ist. Leah ist ein Beispiel für Mut im Angesicht der Bedrängnis. Er bat auch darum, die 112 Mädchen nicht zu vergessen, die in Chibok entführt wurden und immer noch vermisst werden. Kaigama sprach von den Konflikten zwischen Fulani-Hirten und christlichen Bauern, die weiter zunehmen: „Bewaffnete Hirten richten immer wieder Verwüstungen an, töten Menschen und brennen Häuser und Bauernhöfe nieder, vor allem im südlichen Kaduna, das eine überwiegend christliche Bevölkerung hat. Banditen terrorisieren sowohl Christen als auch Nicht-Christen, und die Entführer stellen weiterhin eine große Bedrohung dar.“

Thomas Heine-Geldern, Geschäftsführender Präsident von ACN, nahm gemeinsam mit dem österreichischen Parlamentspräsidenten Wolfgang Sobotka an der #RedWeek in Wien teil, wo die Karlskirche im Herzen der Stadt und das Parlament in der Hofburg rot beleuchtet wurden. Der österreichische Innenminister Karl Nehammer erklärte seine Unterstützung zu der Aktion. „Mit der Teilnahme an diesem Aktionstag setzen wir ein klares Zeichen der Solidarität mit weltweit verfolgten Christen. Die freie Ausübung der Religion gehört für uns zu den Grundpfeilern einer liberalen Demokratie. Jede Art der Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit ist entschieden abzulehnen“, sagte Nehammer.

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