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Pakistan: ACN leistet Soforthilfe für die Opfer der Unruhen in Jaranwala

Das Hilfspaket für 464 Familien umfasst unmittelbare Hilfsgüter, die Renovierung von Häusern und den Kauf von Fahrzeugen für diejenigen, deren Lebensgrundlage durch die Anschläge zerstört wurde.

300 christliche Familien und mehr als 1.000 Menschen, die täglich Lebensmittel und andere Hilfsgüter benötigen
300 christliche Familien und mehr als 1.000 Menschen, die täglich Lebensmittel und andere Hilfsgüter benötigen

Das internationale Hilfswerk Aid to the Church in Need (ACN) wird den Opfern der antichristlichen Ausschreitungen in Jaranwala, im Distrikt Punjab, Pakistan Soforthilfe leisten.

Nach Angaben der Ortsdiözese Faisalabad seien die Unruhen am 16. August durch eine falsche Blasphemie-Anschuldigung ausgelöst worden, als Gerüchte aufgekommen seien, dass ein Mann und sein Sohn den Koran missachtet hätten, indem sie ihre Fotos auf den Seiten platziert hätten. Der Mob habe in der Folge Christen, ihre Häuser und Gotteshäuser angegriffen. Die örtlichen Behörden haben nichts unternommen, um die Gewalt einzudämmen, und die Angreifer haben die Straßen nach Jaranwala blockiert, um zu verhindern, dass Hilfe von außen zu den Opfern gelangt.

Wie durch ein Wunder kamen bei den Anschlägen keine Christen ums Leben, aber Hunderte von Familien mussten fliehen und verloren ihr gesamtes Hab und Gut und ihre Lebensgrundlage, so dass sie gezwungen waren, bei Verwandten oder sogar auf den umliegenden Feldern Zuflucht zu suchen.

Kirche und christliche Häuser nach dem Angriff der Extremisten zerstört
Kirche und christliche Häuser nach dem Angriff der Extremisten zerstört

Die Diözese hat inzwischen 464 Familien identifiziert, die sich in einer verzweifelten Lage befinden, und einen Plan ausgearbeitet, um ihnen zunächst Soforthilfe und dann die notwenigen Ressourcen für den Wiederaufbau ihres Lebens zur Verfügung zu stellen. „Das Leben dieser Menschen ist in großer Gefahr, da sie inmitten großer Not ums Überleben kämpfen“, sagt Bischof Indrias Rehmat von Faisalabad gegenüber ACN.

Zu den benötigten Gegenständen für die Familien gehören Grundbedarfsartikel wie Kleidung, Küchengeräte, Bettzeug und Matratzen, Schreibwaren für schulpflichtige Kinder und sogar Rikschas und Motorräder für Fahrer und Lieferjungen, deren Fahrzeuge bei den Anschlägen zerstört wurden.

Besuch von Bischof Joseph Indrias Rehmat in der christlichen Gemeinde in Jarnawala nach dem Angriff
Besuch von Bischof Joseph Indrias Rehmat in der christlichen Gemeinde in Jarnawala nach dem Angriff

„Bischof Indrias Rehmat hat ACN um finanzielle Unterstützung gebeten, und das Hilfswerk hat gerade entschieden, ein Hilfsprojekt mitzufinanzieren, das der christlichen Gemeinde und insbesondere diesen 464 Familien helfen soll, wieder auf die Beine zu kommen“, so Marco Mencaglia, Projektleiter bei ACN. „Wir sind bereit, bei Bedarf auch die Renovierung der völlig abgebrannten Häuser und Kirchengebäude in Jaranwala in Erwägung zu ziehen“, fügte er hinzu.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ACN, um das Leid dieser unglücklichen Opfer zu lindern, und wir danken den Wohltätern von ganzem Herzen für ihr Interesse und ihre Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit“, erklärt der Bischof gegenüber ACN.

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