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Boko-Haram-Opfer werden den Papst treffen

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März hat das internationale Hilfswerk Aid to the Church in Need (ACN) zwei nigerianische Christinnen, Maryamu Joseph (19) und  Janada Marcus (22), nach Italien eingeladen. Sie gehören zu den jüngsten Opfern von Boko-Haram, einer Terrorgruppe, die in den letzten 13 Jahren für den Tod von mehr als 75 000 Nigerianern verantwortlich ist.

Beide Opfer wurden von Priestern und Fachleuten im Traumazentrum von Maiduguri betreut, der Hauptstadt des Bundesstaates Borno im Nordosten Nigerias. Das Zentrum wird vom Bistum betrieben und wurde mit Hilfe von den Wohltätern von ACN gebaut. In der Einrichtung werden die Opfer extremistischer Gewalt von einem Team aus Fachleuten behandelt.

Ziel der Initiative des italienischen ACN-Büros mit dem Titel „8. März, hört ihre Schreie!“ ist es, die dramatischen Zeugnisse der jungen Frauen den italienischen Institutionen und der Öffentlichkeit nahe zu bringen. Denn Geschichten wie ihre werden in der öffentlichen Debatte häufig ignoriert und geraten auf dramatische Weise in Vergessenheit, wodurch zum Schmerz durch die erlittene Gewalt für die Opfer noch der Schmerz über die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit hinzukommt.

Papst Franziskus wird Maryamu Joseph und Janada Marcus am Ende der Generalaudienz am Mittwoch, den 8. März, begrüßen. Die beiden junge Frauen werden außerdem vom Präsidenten der italienischen Abgeordnetenkammer, von der Premierministerin und dem Außenminister empfangen.

Am 9. und 10. März werden Maryamu und Janada von Kardinal Pietro Parolin, dem Staatssekretär Seiner Heiligkeit, und von zahlreichen beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomaten empfangen.

Die Zeugnisse von Maryamu Joseph und Janada Marcus können in einem von ACN erstellten Dokument nachgelesen werden, das 26 Berichte aus erster Hand über die religiöse Verfolgung von Boko Haram-Opfern, über die Angriffe von Fulani-Hirten sowie Entführungen und Anschläge auf Kirchen, wie das tragische Massaker am Pfingstsonntag im vergangenen Jahr, enthält. Das Dokument „Nigeria: A Bleeding Wound“ („Nigeria: Eine blutende Wunde“) kann kostenlos bestellt werden bei: press@acn-intl.org

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