Home » FEATURED » Bischof von Kikwit: „Der Papst kommt, um uns Kongolesen zu sagen: ‚Versöhnt euch’“.

Bischof von Kikwit: „Der Papst kommt, um uns Kongolesen zu sagen: ‚Versöhnt euch’“.

Papst Franziskus wird die Demokratische Republik Kongo vom 2. bis 5. Juli besuchen.  Bei einem Besuch in der Zentrale des internationalen Hilfswerks ACN in Deutschland berichtet Bischof Timothée Bodika Manyisai von Kikwit im Zentralwesten des Landes, wie sich die Katholiken auf den Papstbesuch vorbereiten.

Beim letzten Ad-Limina-Apostolorum-Besuch in Rom 2014, als Bischof Bodika Weihbischof von Kinshasa war, luden die Bischöfe des Landes Papst Franziskus ein, ihr Land zu besuchen. „Der Heilige Vater sagte uns: ‚Ja, eines Tages werde ich kommen’. Endlich ist dieser Augenblick gekommen“, sagt er.

Papst Johannes Paul II. reiste in das Land 1980 und 1985. 37 Jahre später wird ein Nachfolger des Heiligen Petrus die Demokratische Republik Kongo erneut besuchen. „Als die Nachricht vom Papstbesuch bekannt wurde, waren wir sehr glücklich. Es ist der heilige Petrus, der zu uns kommt. Er kommt als Hirte, um uns im Glauben zu stärken. Wir fühlen uns gesegnet, ihn zu sehen“, so Bischof Bodika.

Für die Katholiken ist es eine große Freude. Unter denen, die den Papst nicht kennen, ist die Neugier ebenfalls groß, versichert der Bischof. Die Bischöfe aus dem ganzen Land betonen die geistliche Dimension der Vorbereitung auf den Papstbesuch, denn sie möchten den Menschen das Bewusstsein vermitteln, dass der Heilige Vater der Nachfolger Petri ist, der kommt, um den Glauben seines Volkes zu stärken. „Zu diesem Zweck wurde dafür gesorgt, dass am Ende jeder Eucharistiefeier im Land das Gebet zur Vorbereitung auf den Besuch des Heiligen Vaters gesprochen wird“, erklärt Bischof Bodika, der seit 2016 an der Spitze des Bistums steht.

Aufgrund der vielen komplexen Konflikte und Probleme im zweitgrößten Land des afrikanischen Kontinents, sowohl in politischer als auch in sozialer Hinsicht, wird von Papst Franziskus insbesondere eine Botschaft der Versöhnung erwartet. „Der Papst kommt, um uns zu sagen: ‚Kongolesen, versöhnt euch’. Die Demokratische Republik Kongo ist ein riesiges und auch ein sehr reiches Land, in dem es aber auch viel Leid in der Gesellschaft gibt. Der Papst kommt zu einem Zeitpunkt zu uns, an dem unser Land in Aufruhr ist. Er wird zum Beispiel nach Goma fahren, wo es viele Spannungen gibt, wo bewaffnete Gruppen aus eigennützigen Interessen Terror säen, obwohl es der reichste Teil des Landes ist“, so der Bischof.

https://www.youtube.com/watch?v=brK2ug0-Iyg

Trotz aller Probleme hat die kongolesische Kirche jedoch auch etwas zur Weltkirche beizutragen, sagt Bischof Bodika: „In der Demokratischen Republik Kongo wurde sehr viel über das Zweite Vatikanische Konzil gearbeitet, um den Laien in der Kirche Raum zu geben. Ich würde dem Papst sagen: „Heiliger Vater, ich bin der Vorsitzende der bischöflichen Kommission für die Laien. Sehen Sie sich sie an, das sind die Laien. Schauen Sie sich die jungen Leute an“, fügt der Bischof begeistert hinzu.

Seit 2017 hat ACN die Ausbildung junger Seminaristen und die Fortbildung ihrer Ausbilder in der Diözese Kikwit mit mehr als 38 Tausend Euro unterstützt.

Don't miss the latest updates!

„Die Kirche ist im Libanon wirklich ein Fels in der Brandung“ – inmitten zunehmender Luftangriffe

Die Kirchen haben ihre Türen für Binnenvertriebene geöffnet. Doch ihre…

Die weltweite ACN-Petition für Religionsfreiheit erreicht mehr als 20 000 Unterschriften

Laut dem aktuellen „Bericht zur Religionsfreiheit in der Welt“ leben…

ALGERIEN: Der Papst besucht Annaba als „Sohn des heiligen Augustinus“

Mitte April wird erstmals ein Papst Algerien besuchen. Leo XIV.,…

Mauretanien: Die Herausforderungen, eine Gemeinschaft von Migranten zu betreuen

Die einzige Diözese Mauretaniens hat gerade ihr 60-jähriges Bestehen gefeiert.…

Red Wednesday 2025: Ein globaler Aufruf zur Religionsfreiheit

Mehr als eine halbe Million Menschen werden Schätzungen zufolge an…

„Die Kirche ist im Libanon wirklich ein Fels in der Brandung“ – inmitten zunehmender Luftangriffe

Die Kirchen haben ihre Türen für Binnenvertriebene geöffnet. Doch ihre Ressourcen sind bereits durch den Betrieb von Schulen, Krankenhäusern, Altenheimen und Waisenhäusern stark beansprucht. Nachdem am 13. März bei weiteren...

Wieder ein Krieg im Heiligen Land. „So etwas haben wir noch nie erlebt“, sagen Christen

Angesichts eines erneuten Rückschlags für die Stabilität in der Region ziehen viele Christen im Heiligen Land eine Ausreise in Betracht. Doch der Auftrag der Kirche bleibt unverändert: den Menschen in...

Taybeh: Wir dürfen nicht zulassen, dass die palästinensischen Christen der Vergangenheit angehören

Östlich von Ramallah liegt Taybeh, das einzige vollständig christliche Dorf im Westjordanland. Das vergangene Jahr war dort von einer Zunahme an Angriffen und Einschüchterungen durch israelische Siedler geprägt: Zerstörung der...