Home » Nachricht » Maiduguri: „40 Prozent unserer Stadt stehen unter Wasser“, berichtet nigerianischer Bischof

Maiduguri: „40 Prozent unserer Stadt stehen unter Wasser“, berichtet nigerianischer Bischof

Aid to the Church in Need hat zugesagt, die von schweren Überschwemmungen betroffene Diözese Maiduguri mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Medikamenten und Unterkünften zu unterstützen.

Der katholische Weihbischof von Maiduguri in Nigeria, John Bakeni, hat angesichts der verheerenden Überschwemmungen, die die Stadt im Norden des Landes getroffen haben, um Hilfe gebeten.

In einer Videobotschaft an das päpstliche Hilfswerk Aid to the Church in Need (ACN) ruft der Weihbischof zu Unterstützung auf: „Die Stadt Maiduguri wurde von einer verheerenden Flut heimgesucht, mehr als 40 % der Stadt stehen zurzeit unter Wasser.“

„Wir bitten unsere Freunde von Aid to the Church in Need um Gebete, besonders in dieser schweren und herausfordernden Zeit“, ergänzt der Weihbischof in der Videobotschaft, die vor der größtenteils überfluteten St.-Patrick-Kathedrale aufgenommen wurde.

Maiduguri ist eine der wichtigsten Städte Nordnigerias und war viele Jahre lang die am stärksten von den Aufständen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram betroffene Diözese. Die Christen stellen im Bistum eine Minderheit dar.

Bischof John Bakeni berichtet, dass mindestens eine Million Menschen von den Fluten betroffen seien. „Zahlreiche Pfarreien und ihre Mitglieder leiden unter den Auswirkungen dieser verheerenden Katastrophe. In der Stadt sind über eine Million Menschen betroffen, und mehr als 200 000 Familien wurden vertrieben. Wir versuchen immer noch, das Ausmaß der Lage einzuschätzen, aber mindestens drei oder vier unserer Pfarreien und mehr als 20 000 Pfarrmitglieder sind betroffen“, so der Weihbischof. Viele von ihnen lebten derzeit in Gastgemeinden.

Es wird davon ausgegangen, dass die Überschwemmung in Maiduguri durch einen Schaden am Alau-Damm verursacht wurde, der nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt liegt. ACN hat den Katholiken der betroffenen Diözese Hilfe zugesichert, insbesondere durch die Bereitstellung von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und Unterkünften als Soforthilfe.

Zudem hätten starke Regenfälle in den Bergen im Süden der Diözese zu Überschwemmungen geführt, die besonders die Pfarrei St. Pius IX. in Shuwa, etwa 130 Kilometer von Maiduguri entfernt, betreffen. Auch hier werde dringend Hilfe benötigt.

Abschließend dankt Bischof Bakeni den Wohltätern von ACN für ihre Unterstützung und erklärt: „Wir beten, dass Gott uns die Kraft gibt, diese schwierigen Zeiten zu überstehen. Gott segne Sie.“

 

Von Filipe d’Avillez.

Don't miss the latest updates!

Papst Leo XIV. beginnt Südamerikareise im säkularisiertesten Land der Region

Papst Leo XIV. beginnt seine apostolische Reise nach Südamerika am…

Äthiopien: Dutzende orthodoxe Christen bei Angriffen getötet

Die katholische Kirche in Äthiopien erneuert ihren Appell für Frieden…

Laut einem neuen ACN-Bericht verschärft sich die Christenverfolgung in weiten Teilen der Welt

Konflikte und Verfolgung zwingen christliche Gemeinschaften in Teilen Afrikas und…

Venezuelas Bischöfe fordern freie Wahlen und ein Ende der Einschränkungen für NGOs

In einem kürzlich veröffentlichten Hirtenwort erklärt die Bischofskonferenz, Venezuela durchlebe…

Angriff auf Kirche in Jordanien fordert neun Todesopfer

Ein katholischer Priester betont, dass die Angreifer die Jordanier tief…

Kirchen verurteilen Siedlerangriffe auf christliches Dorf und ausländische Diplomaten

Kirchenvertreter in Jerusalem haben die „abscheulichen“ Angriffe maskierter israelischer Siedler…

Lateinamerikanische Bischöfe freuen sich auf die „Heimkehrreise“ des Papstes

Die Kirche steht vor sehr unterschiedlichen Herausforderungen in Uruguay, Argentinien…

Papst Leo XIV. beginnt Südamerikareise im säkularisiertesten Land der Region

Papst Leo XIV. beginnt seine apostolische Reise nach Südamerika am Freitag, dem 6. November, in Uruguay – einem Land, das eine Ausnahme in der religiösen Landschaft der Region darstellt. Es...

In Goma in der Demokratischen Republik Kongo hält die Kirche trotz des Krieges an ihrer Mission fest

Seit der Einnahme der Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) durch die bewaffnete Rebellengruppe M23 im Januar 2025 prägt der Krieg weiterhin den Alltag der Menschen...

Der Glaube kann ethnische Spaltungen überwinden, sagt Bischof aus Ghana

Die katholische Kirche im Norden Ghanas setzt sich für den Frieden ein, indem sie Ungerechtigkeiten anspricht und zu überwinden versucht, die tief in den gesellschaftlichen und kulturellen Strukturen verwurzelt sind....