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Lateinamerika: Anteil an der Göttlichen Natur

„So wie Du“ – das könnte der Leitspruch von Seminaristen sein. Sich mit Christus identifizieren, zu werden wie Christus.

Die elf jungen Männer aus derDiözese Nueve de Julio im Seminar der Erzdiözese Mercedes-Luján in Argentinien wollen es. Das ist nicht leicht in einer Umgebung, die wie in Europa und Nordamerika zusehends vom Glauben abfällt. Zehn Prozent der Getauften gehen sonntags noch in die Messe. Aber die Sehnsucht nach Gott, nach dem, was die Kirchenväter der ersten Jahrhunderte und Petrus selbst „Anteil an der göttlichen Natur“ (2 Petr 1,4) nennen, steckt tiefer im Herzen dieser Jungs als Moden, Mammon oder Macht. Sie wollen dienen. Sie wollen Menschen zu Gott führen durch die Sakramente und das Gebet.

Trost finden im Gebet mit Maria: Seminaristenbesuch im Altersheim.
Trost finden im Gebet mit Maria: Seminaristenbesuch im Altersheim.

Sakramente spenden werden sie nach der Weihe. Den Weg zu Gott weisen sie schon heute. Sie bilden Katecheten aus, helfen in den Pfarren, besuchen alte, gebrechliche Priester, um mit ihnen die Messe zu feiern. Sie gehen in Heime und Krankenhäuser. Und sie nehmen Maria mit. Denn für sie gilt die alte Weisheit: cum Petro per Mariam ad Jesum – mit Petrus durch Maria zu Jesus. So werden sie wie Christus. Die Pandemie schlägt auch in Argentinien zu. Kollekten fallen aus, Kosten steigen. Sollen sie irgendwo irgendetwas arbeiten statt Christus zu den Menschen zu bringen? Gern haben wir für ihre Ausbildung 3.700 Euro zugesagt. Damit Jesus schon jetzt zu den Menschen kommt.

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